Grüne fordern sparsame Bewässerung

Ein Dürresommer liegt hinter uns. Angesichts der großen Hitze und der geringen Niederschlagsmengen der letzten Monate war das Bewässern von Weinbergen in vielen Gebieten notwendig. Die Grünen fordern nun als Reaktion auf die zunehmende Trockenheit eine stärkere Reglementierung der Bewässerung von landwirtschaftlich genutzten Flächen. In dem in der letzten Woche auf einer Klausurtagung in Hannover vom Bundesvorstand gefassten Beschluss »Dürre-Sommer 2022 – Trockenheit bekämpfen, Klimavorsorge stärken – auch für gute Ernten und gesunde Wälder« heißt es, dass dort, wo Bewässerung im Einzelfall erforderlich sei, diese mit effizienter Technik durchgeführt werden müsse. Die Grünen verweisen in dem Beschluss auf die geplante Bundesleitlinie zur Wasserentnahme, die der öffentlichen Trinkwasserversorgung einen Vorrang einräumen werde. Zusätzlich würden Regeln und Kriterien für Prioritäten bei der Wassernutzung im Falle von regionalen Knappheiten erarbeitet werden. Der Bundesvorstand unterstrich die Notwendigkeit, die Resilienz der Pflanzen unter den sich verändernden klimatischen Bedingungen zu stärken und dabei sowohl einen hohen Ertrag als auch hohe Qualitäten zu gewährleisten. Um dies sicher zu stellen, fördere man spezielle Forschungsprojekte zur Anpassung der Pflanzenproduktion an die Folgen des Klimawandels. Damit ist jedoch, wie aus Parteikreisen zu vernehmen, keine Abkehr von der kritischen Haltung gegenüber neuen Züchtungsmethoden verbunden.

ddw 20/22 vom 30.9.2022

Themen der Ausgabe

Weinbau

Steillagenweinbau: Querterrassen als Alternative

pflanzenschutz

»DigiVine« soll helfen, die Aus­bringung besser abzugrenzen

unternehmensführung

Drei strategische Wege zur Umsetzung von Nachhaltigkeit