EU will mehr Infos für Verbraucher

Gerade erst beschlossen, noch nicht in Kraft, sollen sie schon wieder geändert werden: Die EU-Kommission stellt die Regelungen zu Nährwert- und Brennwertangaben auf Etiketten und zur digitalen Zurverfügungstellung des Verzeichnisses der Inhaltsstoffe – am 2. Dezember 2021 erlassen und ab 08.12.2023 gültig (Verordnung EU 2117/2021) – auf den Prüfstand. Hintergrund ist die von der EU-Kommission angenommene »Farm2Fork-Strategie«, die darauf abzielt, den Übergang zu einer gesunden und nachhaltigen Ernährung zu erleichtern. In diesem Kontext hat die EU-Kommission eine öffentliche Konsultation zur Novelle der Lebensmittel-Informations-Verordnung (LMIV) gestartet (Kurzlink: t1p.de/oag2e), mit der Intention »Meinungen zu Initiativen zur Überarbeitung der EU-Rechtsvorschriften über die Information der Verbraucher über Lebensmittel einzuholen«. Ende des Jahres 2022 will sie einen Entwurf zur Änderung vorlegen. Die Zielrichtung der Konsultation lässt vermuten, dass die Regelungen der gerade erst erlassenen Verordnung (EU) 2117/2021 bereits wieder in Frage gestellt werden. Dies lehnt der Deutsche Weinbauverband ab. In einer Stellungnahme äußert er sich dahingehend, »dass der Weinsektor, dank der in der neuen GMO enthaltenen Bestimmungen, die Ziele des Green Deal der EU und des Plans zur Krebsbekämpfung erreichen wird. Die Verbraucher werden in der Lage sein, auf alle relevanten Informationen zuzugreifen, nicht nur auf der Flasche, sondern auch online, wo detailliertere Informationen, zum Beispiel über einen maßvollen Konsum, verfügbar sein werden.« Der DWV fordert, den Weinsektor bei diesem Thema weiterhin aus dem Anwendungsbereich der LMIV auszuschließen, um unnötige Überschneidungen zu vermeiden.

 

ddw 15/22 vom 22.7.2022

Themen der Ausgabe

Weinbau

Herbst- und Winterbegrünung

Rebenzüchtung

Silvaner-Klone im Vergleich

Oenologie

Begrenzende Faktoren der Gärung