Was trinken junge Erwachsene – eine Studie über den Weinkonsum unterschiedlicher Generationen in Deutschland. (Foto: Milan Ilic – StockAdobe.com)
Was trinken junge Erwachsene – eine Studie über den Weinkonsum unterschiedlicher Generationen in Deutschland. (Foto: Milan Ilic – StockAdobe.com)

Was trinkt die Jugend?

Um die aktuellen Trends und Konsumgewohnheiten der jüngeren Generationen in Deutschland zu analysieren, wurden zwei größere Studien an der Hochschule Geisenheim durchgeführt. In diesem Artikel werden die Präferenzen, die Konsumhäufigkeit und das Image unterschiedlicher alkoholischer Getränke aus Sicht der Deutschen zwischen 16 und 35 Jahren beschrieben. 

Prof. Dr. Gergely Szolnoki von der Hochschule Geisenheim University hat interessante Trends herausgefunden, die er auf der Meiningers Conference in Düsseldorf im letzten Jahr vorstellte. In diesem Beitrag erfahren Sie mehr über die Konsummotive und die Konsumhäufigkeit von jungen Erwachsenen. Außerdem lernen Sie die unterschiedlichen Präferenzen der Konsumgruppen kennen und welche Einflussfaktoren den Weinkonsum maßgeblich beeinflussen. 

Bevorzugt Weißwein 

Die Ergebnisse zeigen, dass der Weinkonsum in Deutschland mit dem Alter zunimmt. Die jüngere Altersgruppe unter 35 Jahren unterscheidet sich in fast allen untersuchten Indikatoren deutlich von den älteren Konsumenten. Sie trinken weniger Wein und bevorzugen aufgrund der in der Kindheit erworbenen Geschmackspräferenzen – eher Weiß- und Roséweine mit etwas mehr Restzucker gegenüber trockenen Rotweinen.

LEH und Discounter 


Sie konsumieren mehr Wein bei Besuchen und Veranstaltungen im Vergleich zum Konsum zu Hause und kaufen Weine
eher in Discountern und sonstigem Lebensmitteleinzelhandel ein. All dies summiert sich zu einer eher marginalen wirtschaftlichen Bedeutung, die sich in ihrem geringen Verbrauch und Volumenanteilen am gesamten deutschen Weinmarkt widerspiegelt.

Die jüngere Generation muss unterhalten werden


Obwohl diese Gruppe heute von geringer Bedeutung zu sein scheint, wäre es ein Fehler, die jüngeren Altersgruppen zu vernachlässigen. Mit zunehmendem Alter werden sie sich stärker mit Wein beschäftigen und langsam in die nächste Altersgruppe hineinwachsen. Wenn die Weinindustrie die Chance verpasst, sie auf dem Weg zu regelmäßigen und bewussten Weintrinkern zu begleiten und zu unterstützen, wird sie in Zukunft auf ein Problem des Generationenwechsels stoßen. Die jüngere Generation muss unterhalten werden. Die Weinindustrie muss also einen Weg finden, die Aufmerksamkeit und das Interesse dieser Verbraucher zu wecken. Glücklicherweise ist die Liste der möglichen Instrumente ausreichend lang - vom Verpackungsdesign über innovative Produktentwicklung bis hin zu Veranstaltungen, Seminaren, Messen und natürlich online Präsenz, um ein paar einfache Beispiele zu nennen.

Hier finden Sie den gesamten Beitrag mit allen Abbildungen kostenlos zum Download. 

Schlagworte

Ausgabe 19/2021

Titel DDW 19/2021

Themen der Ausgabe

Agrarbericht

Die Ertragslage deutscher Weinbaubetriebe

Verpackungen

Die Geschenksaison naht – was die Präsentkartonhersteller anbieten

Oenologie

Pinot-Noir-Weine: An- und Ausbau in Deutschland und Frankreich im Vergleich