Nominierung für »Zukunftsweine«

Die Weinwelt nachhaltiger zu gestalten und gemeinsam Klimaziele zu erreichen – das will die Initiative »Zukunftsweine«. Die von  den rheinhessischen Winzerinnen Hanneke Schönhals und Eva Vollmer gegründete Initiative, die sich selbst auch als »Bewegung« bezeichnet, hat sich zwei Ziele gesetzt: Zum einen, die so genannten PIWI-Rebsorten, die sie als »Zukunftsrebsorten« bezeichnet, wie Souvignier Gris, Phoenix, Hibernal, oder Cabernet Blanc, bekannter zu machen. Zum anderen, andere Winzer zu animieren, diese »Zukunftsrebsorten« zu pflanzen, Teil der »Bewegung« zu werden und damit für eine klimafreundliche Zukunft beizutragen.
Die Initiative ist den Initiatoren des Deutschen Nachhaltigkeitspreises (DNP) positiv aufgefallen, so dass sie beschlossen haben »Zukunftsweine« in den Kreis der Nominierten für die nächste Runde des Wettbewerbs DNP-Design für 2023  aufzunehmen.
Die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis zeichnet seit 2008 »wegweisende Beiträge zur Transformation in eine nachhaltige Zukunft« in den Kategorien Unternehmen, Architektur, Start-ups (NEA), Verpackung, »Local Heroes« und Design aus.  In der Kategorie Design zeichnet der DNP besonders nachhaltige Produkte, Systeme und Dienstleistungen aus.
In den kommenden Wochen wird die Jury des Designpreises über Finalisten und Sieger entscheiden. Die Sieger werden beim 15. Deutschen Nachhaltigkeitstag im Rahmen einer eigenen Preisverleihung am 1. Dezember 2022 in Düsseldorf ausgezeichnet.

»Gemeinsame Stimme für nachhaltigeren Weinbau«

Drei Fragen an Mitbegründerin Eva Vollmer zur Initiative »Zukunftsweine«

Was muss man sich unter »Zukunftsweine« vorstellen?
Eva Vollmer
Eva Vollmer
Wie kamen Sie auf die Idee?

»2016 haben wir die ersten pilz-widerstandfähigen Reben gepflanzt, Souvignier Gris. Damals war ich skeptisch bezüglich der Vermarktbarkeit der Sorte. Der Grund war die Hemmschwelle des unbekannten und für viele unaussprechlichen Weinnamens, die Verwechslungsgefahr mit Sauvignon Blanc und der nicht sehr kommunikationsberauschende Fachbegriff PIWI. Über Nacht kam ich auf den Begriff ›Zukunftsweine‹, der ein mächtiges und sympathisches Dach für Reben aus innovativer Züchtung bietet.«

Welche Vision haben Sie für »Zukunftsweine«?

»›Zukunftsweine‹ setzt bewusst keinen ›Beitritts-Filter‹ für interessierte Betriebe und bewertet zum Beispiel nicht unterschiedliche Wirtschaftsweisen (konventionell oder ökologisch). Klares Ziel ist hierbei endlich die Handreichung in der Branche zu bewirken und schnellstens gemeinsam den Prozentsatz von PIWI-Reben in Deutschland nach oben zu treiben. ›Zukunfts-Rebsorten‹ fühlen sich langfristig nicht fremd an, sondern sind das neue ›Normal‹ und werden als ebenbürtige und aufstrebende Positionen im Weinsortiment gefeiert.«

 

ddw 24/22 vom 25.11.2022

Themen der Ausgabe

Weinrecht

Rechtliche Vorgaben für entalkoholisierte und teilweise entalkoholisierte Erzeugnisse

Weinbau

Nachpflanzen mit Akku-Schlagbohrer

Versicherungen

Verpflichtender Arbeitgeberzuschuss bei der betrieblichen Altersversorgung