Die ab 2023 obligatorischen Nährwertangaben können auch über einen QR-Code abrufbar sein
Die ab 2023 obligatorischen Nährwertangaben können auch über einen QR-Code abrufbar sein

Launch der EU-Onlineplattform für Zutatenliste

Ende September fiel der Startschuss für die Plattform »U-Label«, eine Plattform für elektronische Etiketten, die es den Verbrauchern in ganz Europa ermöglichen wird, über QR-Codes Informationen über die von ihnen gekauften Weine und Spirituosen in ihrer eigenen Sprache abzurufen.

Der europäische Dachverband CEEV präsentierte der EU-Kommission, dem EU-Parlament und der europäische Weinbranche in einer hybriden Veranstaltung Details ihrer Innovation, die aus der Zusammenarbeit mit SpiritsEUROPE entstanden ist. Zum ersten Mal im Lebensmittelsektor erlaubt der europäische Rechtsrahmen verpflichtende Informationen durch elektronische Etiketten zu übermitteln. Hintergrund der Entwicklung dieser Plattform ist, dass die EU-Kommission bereits 2017 festgestellt hatte, dass keine objektiven Gründe existieren, alkoholische Getränke weiterhin von Nährwert- und Zutatenangaben zu befreien.

Die EU-Weinbranche hatte sich daher entschieden, neue Wege zu gehen und hat gefordert, dass diese Angaben künftig in digitaler Form erfolgen sollen. Diese Vorschläge wurden von den EU-Institutionen aufgegriffen. Wie bereits durch den DDW berichtet sieht die Verordnung zur Gemeinsamen Marktorganisation (GMO) vor, dass die Angabe des Brennwertes künftig auf dem Etikett erfolgen muss, die Nährwert- und Zutatenliste jedoch durch eine elektronische off-label-Lösung (vermittelt über einen QR-Code) bereitgestellt werden kann.

Die Regelungen werden erst Ende 2023 verpflichtend werden, die Weinbranche kommt aber mit diesem Schritt ihrer Selbstverpflichtung bereits jetzt nach. Bereits ab 1. November soll diese Plattform von allen europäischen Erzeugern genutzt werden können.

Weitere Informationen Zur U-Label-Plattform können unter www.u-label.com abgerufen werden.

ddw 24/2021

Titel ddw 24/2021

Themen der Ausgabe

Versicherungen

Die Verträge sollen passgenau die privaten und betrieblichen Risiken abdecken

Bauen

Aufgaben und Möglichkeiten einer Raumlüftung im Weinbaubetrieb

Biodiversität

Rebanlagen in Querterrassierung verbinden landwirtschaftliche Nutzung und Biodiversitätsschutz