LKK stabil, LAK wird steigen

Um die Krankenkassen in die Lage zu versetzen, die Beiträge im Jahr 2022 trotz steigender Leistungsausgaben aufgrund der Corona-Pandemie möglichst stabil zu halten, wurde ein durch Steuermittel finanzierter Bundeszuschuss für die gesetzliche Krankenversicherung auf 14 Mrd. Euro verdoppelt. Der darin enthaltene Anteil für die LKK erhöht sich auf 84 Mill. Euro. Dadurch könnten über 70 Prozent der Landwirte in ihrer bisherigen Beitragsklasse verbleiben, laut SVLFG werden einzelne Mitglieder werden sogar günstiger eingestuft. In Fällen, in denen 2022 höhere Beiträge zu zahlen sind, sei dies zum einen den gestiegenen Einkommenswerten der Arbeitseinkommensverordnung Landwirtschaft geschuldet, die der Beitragsberechnung zugrunde liegt, und zum anderen der gesetzlich vorgeschriebenen Kopplung an die Beitragsbemessungsgrenze des Vorjahres in der allgemeinen Krankenversicherung. Insgesamt liege der Höchstbeitrag der LKK aber weiterhin zehn Prozent unter dem Höchstbeitrag aller anderen gesetzlichen Krankenkassen, so die SVLFG.

Allerdings müssen Landwirte in den kommenden Jahren mit steigenden Beiträgen für die Alterssicherung rechnen. Laut SVLFG habe die die Bundesregierung im Lagebericht über die Alterssicherung der Landwirte 2021 für die kommenden Jahre steigende Beiträge prognostiziert. Dies liege aber nicht an der abnehmenden Zahl von aktiven Mitgliedern der Alterskasse, sondern daran, dass die Beitragshöhe ausschließlich von der Entwicklung des Beitragssatzes und des voraussichtlichen Durchschnittsentgelts in der allgemeinen Rentenversicherung bestimmt werde.

ddw 10/22

Titel DDW 10/22

Themen der Ausgabe

Rebsorten

Ausgewählte PIWIs im Porträt

Oenologie

Trends im Bereich automatische Weinpressen

Weinbau

Richtiges Ausbrechen für den »Sanften Rebschnitt«