Enrico Zanoni, Generaldirektor der Gruppe Cavit, stellt die Bilanz vor.
Enrico Zanoni, Generaldirektor der Gruppe Cavit, stellt die Bilanz vor.

Kleines Minus bei Cavit

Die Mitglieder der Trentiner Genossenschaftskellerei Cavit haben am 24. November 2022 das Geschäftsergebnis 2021/2022 genehmigt. Zum Ende des Fiskaljahres am 31.Mai 2022 stabilisierte sich der Umsatz der Gruppe auf 264,8 Mil. Euro, das sind 2,3 Prozent weniger als beim Traumergebnis von 271 Mill. Euro in der Vorjahresperiode (+29%). Das Unternehmen hatte Ende 2019 die Cantina di Lavis und Valle di Cembra, Cesarini Sforza SpA, Casa Girelli SpA und die Handelsgesellschaft G.L.V. Srl, an der Cavit zu 80 Prozent beteiligt ist, in die Gruppe integriert, was neben organischem Wachstum zum außerordentlichen Ergebnis im Geschäftsjahr 2020/2021 geführt hatte. 

Die Gruppe Cavit teilt mit, dass der leichte Umsatzrückgang erwartungsgemäß auf die post-pandemische Anpassung des Konsumverhaltens zurückzuführen sei. Außer der Wiederkehr des Außer-Haus-Konsums bei einer entsprechende Abnahme des Konsums daheim, sei auch eine Verzögerung des nordamerikanischen Geschäftes für das Minus verantwortlich. Zudem habe sich der starke Kostendruck in den ersten fünf Monaten von 2022 auf die Bilanz ausgewirkt. 

Besonders positive Zahlen kommen von der ältesten Sektkellerei Deutschlands, an der Cavit mit 50,1 Prozent beteiligt ist. Kessler Sekt GmbH & Co. KG konnte dank der Öffnung des Horeca-Kanals und eines gestiegenen Markenimages ein Plus von 25 Prozent auf 11.9 Mill. Euro erzielen. 

»Wir haben eine gute Bilanz mit respektablen Ergebnissen erzielen können. Wir bereiten uns nun auf einige, durch die komplexe makroökonomische Situation bedingten, herausfordernden Jahre vor. Die Solidität und die strategische Kompetenz von Cavit lassen uns zwar vorsichtig, jedoch auch mit realistischem Optimismus in die Zukunft blicken: Es ist unser Ziel auch künftig, auf mittel- bis langfristige Sicht, Wert zu schaffen«, kommentierte Enrico Zanoni, Generaldirektor der Gruppe Cavit. 

Die Genossenschaft zweiten Grades, an die 11 Partnerkellereien angeschlossen sind, erwirtschaftet 76 Prozent ihres Umsatzes im Export. Die Vereinigten Staaten bleiben der Hauptmarkt, Cavit ist dort die meistverbreitete italienische Weinmarke. Darüberhinaus generieren Großbritannien, Kanada, Deutschland, Belgien, die Niederlande, Schweden, Dänemark, die Tschechische Republik, die Schweiz und Österreich bedeutende Anteile am Exportgeschäft. 

Cavit wird von über 5.250 Winzern beliefert und stellt rund 60 Prozent der Gesamtproduktion im Trentino. VC 

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Ausgabe 2/2023

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