was fliegt denn da...?

Der Artenname weist auf den wissenschaftlichen Namen von wichtigen Nahrungspflanzen der Raupen, die Schaumkräuter (Cardamine) hin. Der deutsche Name Aurorafalter kommt von den orangen Vorderflügelspitzen der Männchen und stammt von Aurora, der Göttin der Morgenröte in der römischen Mythologie. Die Art ist noch überall häufig. Trotzdem war sie Schmetterling des Jahres 2004. Der Falter kommt in ganz Europa und in der gemäßigten Zone Asiens bis China vor.

Aussehen der Falter 

Mit einer Flügelspannweite von 35 mm bis 45 mm gehört der Schmetterling zu den mittelgroßen Tagfaltern. Die männlichen Individuen erkennt man an der im Vorderteil der Vorderflügel typischen orangen Färbung. Ansonsten haben beide Geschlechter einen kommaförmigen schwarzen Strich mittig auf der Oberseite der Vorderflügel. Da die Weibchen nahezu rein weiße Vorderflügel haben, sind sie ansonsten mit anderen Weißlingsarten zu verwechseln. Eindeutig ist daher nur die Unterseite der Hinterflügel. Sowohl männliche als auch weibliche Aurorafalter zeigen unregelmäßige graugrüne Flecken auf weißlichem Grund.

Der männliche Aurorafalter ist gut an den orangefarbenen Spitzen zu erkennen 

Phänologie

Ab Ende März bis Mitte Juni lassen sich die Falter beobachten. Dabei schlüpfen die Tiere bei höheren Temperaturen eher. Die Paarung und nachfolgende Eiablage finden im April und Mai statt. Die Raupen fressen an über 20 Kreuzblütlern, wobei Knoblauchrauke und Schaumkräuter bevorzugt werden, Die nachfolgenden Puppen überwintern am Stängel der Futterpflanze.

Lebensraum

Aurorafalter lassen sich sowohl auf trockenen und mageren als auch auf feuchten Wiesen antreffen. Lichte, feuchte Wälder werden von dieser Falterart ebenfalls bewohnt. Sie kommen dort zum Beispiel an Wegrändern vor. Gern sind sie am Rande der Weinberge. Die Männchen fliegen weite Strecken, um Weibchen aufzufinden.