Die Vogelmiere (Stellaria media) Foto: J. Kehrer
Die Vogelmiere (Stellaria media) Foto: J. Kehrer

was blüht denn da...

Blühende Wildkräuter leisten einen wesentlichen Beitrag zum Insektenschutz im Weinberg. Foto: Joachim – StockAdobe.com
Blühende Wildkräuter leisten einen wesentlichen Beitrag zum Insektenschutz im Weinberg. Foto: Joachim – StockAdobe.com

Nutzen

Die gewöhnliche Vogelmiere zählt zu den beliebtesten heimischen Wildkräutern in Mitteleuropa. Auch als Heilpflanze spielt sie in der Volksheilkunde eine gewisse Rolle. Sie wird heute jedoch vorwiegend als Salatkraut und wertvoller Vitaminspender verzehrt. Die vielen kleinen Samen werden gern von Vögeln gefressen. Den kurzrüsseligen Insekten dient der Nektar der kleinen Sternblüten als Nahrungsquelle. Überdies mögen auch größere Tiere (Kaninchen, Hasen) dieses Gewächs.

Namensgebung

Der heutige Name Vogelmiere hängt mit der Eigenart zusammen, dass Vögel bzw. vor allem Hühner regelrecht um das Kraut streiten. Da es vor allem bei Hühnern als Delikatesse gilt, haben sich im Laufe der Zeit auch alternative Namen wie Hühnermiere, Hühnerbiss und Hühnerdarm gebildet. 

Vorkommen

Die Vogelmiere verbreitet sich sehr schnell, kann sie im Jahr doch bis zu sechs Generationen hervorbringen. Die Samen bleiben im Boden ca. 60 Jahre keimfähig. Selbst bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt keimt das robuste Kraut und wächst sogar unter der Schneedecke.

Standort

Vogelmieren lassen sich wild vor allem an nährstoffreichen und lehmigen Standorten finden. In Gärten, auf Weinbergen und auf Äckern sowie auf Schuttplätzen und Brachland findet sie gute Bedingungen. Sie liebt sonnige bis halbschattige Plätze. Als Pionierpflanze bedeckt sie schützend den aufgerissenen Boden und verhindert Auswaschung, Erosion und Austrocknung. (jk) 

ddw 24/2021

Titel ddw 24/2021

Themen der Ausgabe

Versicherungen

Die Verträge sollen passgenau die privaten und betrieblichen Risiken abdecken

Bauen

Aufgaben und Möglichkeiten einer Raumlüftung im Weinbaubetrieb

Biodiversität

Rebanlagen in Querterrassierung verbinden landwirtschaftliche Nutzung und Biodiversitätsschutz