Quelle: BLE
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Im Norden boomt der Weinbau

Die Nachfrage nach neuen Rebflächen steigt. Für dieses Jahr wurden bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) 808 Hektar neue Rebflächen beantragt, ein Plus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Von den eingereichten 2.793 Anträgen wurden 2.757 genehmigt, insgesamt 307 Hektar. Der Großteil der Genehmigungen ging in die klassischen »Anbaugebiete «, nun Gebiete mit geschützter Ursprungsbezeichnung (g.U.), die meisten neuen Rebflächen dürfen in den Anbaugebieten in Rheinland-Pfalz angelegt werden. Relativ gesehen liegt Rheinland-Pfalz aber weit hinten: Die Rebflächen-Neugenehmigungen 2020 und 2021 betrugen nur 0,64 Prozent der vom Statistischen Bundesamt zum 31. Juli 2020 erfassten Rebflächen.

Deutlich vorne im relativen Zuwachs der Rebfläche liegt Mecklenburg-Vorpommern. 2020 wurden dort vom Statistischen Bundesamt noch 6 Hektar ausgewiesen, 2020 wurden dort 7,45 und dieses Jahr 10,73 Hektar neu genehmigt, insgesamt ein Plus vom 303 Prozent bezogen auf die Rebfläche Mecklenburg-Vorpommerns von 2020. Damit hat sich die genehmigte Ertragsrebfläche des Bundeslandes seit 2020 vervierfacht.

Auf Platz 2 der relativen Zuwächse zu 2020 liegt Nordrhein-Westfalen (+57,5 %), gefolgt von den Küstenanrainerländern Niedersachsen (+47,6 %) und Schleswig Holstein (+29,1%). Insgesamt gingen 2021 knapp 50 Hektar der Neugenehmigungen, etwa ein Sechstel, in Nichtg. U.-Gebiete, 2020 waren es nur etwa 35 Hektar. (ha) 

Schlagworte

ddw 21/2021

Titel DDW 21/2021

Themen der Ausgabe

Marketing

Potenziale und Grenzen eines Weinausschanks als weintouristisches Angebot

Betriebswirtschaft

Die Neuregelungen bei der Umsatzsteuerpauschalierung ab 2022 – Auswirkungen im Weinbau und Gestaltungsmöglichkeiten

Weinbau

Was bei der Tresterausbringung in den Weinberg zu beachten ist