Gute Prognosen für Weinjahr 2022 (Foto: iStock.com/kaisersosa67)
Gute Prognosen für Weinjahr 2022 (Foto: iStock.com/kaisersosa67)

Gute Prognosen für Jahrgang 2022

Ähnlich wie im heißen 2018 verlagert sich die diesjährige Weinlese in Deutschland deutlich nach vorne. Das Deutsche Weininstitut (DWI) meldet jedoch vielversprechende Prognosen für die Qualität des Jahrgangs 2022. Das liegt zum einen an kerngesundem Traubenmaterial, zum anderen stehen die Reben trotz der anhaltenden Trockenheit doch sehr gut dar. Auch größere Unwetterereignisse (wie Hagel oder Spätfröste) wurden dieses Jahr nicht verzeichnet. 

Aktuell steigen bei dem anhaltenden sonnigen Wetter die Zuckergrade verhältnismäßig schnell, was auf eine kurze und knackige Lese hindeutet, da viele Sorten zu ähnlichen Zeiten die Lesereife erreichen. Es ist davon auszugehen, dass viele Rotweine eine gehaltvolle und farbintensive Richtung einschlagen werden, Weißweine werden sich in einer aromatischen Stilistik mit moderater Säure wiederfinden.

Mit der anhaltenden Trockenheit (im deutlichen Gegensatz zu 2021) hatten dieses Jahr besonders junge Anlagen auf Böden mit geringer Wasserspeicherkapazität zu kämpfen und wurden nach Möglichkeit bewässert. Die Trockenheit bringt außerdem den Effekt der Kleinbeerigkeit mit sich, welche zwar nicht unbedingt für die Menge des Ertrags, im Durchschnitt aber sehr gut für die qualitative Ausprägung der Aromatik der Trauben ist. 

Ausgabe 06/2022

Erhältlich ab 14.9.2022: Die Seckinger-Brüder im Portrait // Neuseeland und Australien // Trendgetränk Whisky und weitere Themen

Themen der Ausgabe

Jeden Tag eine gute Tarte

Kunterbunt und superlecker: unsere vegetarische Spiral-Gemüsequiche. Passend zu den sich einstellenden Herbstgefühlen präsentieren wir ein Wohlfühlrezept aus Mürbeteig, Petersilienwurzel, Möhren, Zucchini und Ei. Sommelier Gerhard Retter empfiehlt dazu einen maischevergorenen Silvaner aus dem fränkischen Hause Horst Sauer. » Zu Rezept und Weintipp

Hoch hinaus

Australien und Neuseeland haben schon lange deutlich mehr zu bieten als pummelige Shiraz und primärfruchtdominierte Sauvignon Blancs. In den Höhenlagen der beiden Länder untersuchte unser Autor Christoph Raffelt die Rebsorten Chardonnay und Pinot Noir, deren Kultivierungsgeschichten und Entwicklung.

Die drei Musketiere

Undogmatisch und trotzdem traditionsbewusst, innovativ und geerdet. Jonas, Philipp und Lukas Seckinger gehen in der Pfalz kompromisslos ihren Weg und sind damit zu Repräsentanten einer zukunftsweisenden jungen Bewegung geworden. Das bedeutet: den Weinen Zeit geben, keine Zusätze, nachhaltige Weinbergsarbeit.