Weinbetrug vor Gericht (Foto:Comugnero Silvana, stock.adobe.com)
Weinbetrug vor Gericht (Foto:Comugnero Silvana, stock.adobe.com)

Re: Weinbetrug in Bordeaux

Im kürzlich aufgedeckten Betrugsskandal in Bordeaux gibt es eine neue Wendung: Die Times berichtete damals, dass (mehrere) Manager der Celliers Vinicoles du Blayais an dem Betrug beteiligt gewesen seien. Das Unternehmen hat dies nun gegenüber WEINWIRTSCHAFT dementiert. 

Vorrangig ging es in dem Skandal um günstige Weine aus Spanien, die in betrügerischer Absicht  unter anderem als hochwertige AOP-Weine umgelabelt und in Verkauf gebracht worden seien. Fünf Tatverdächtige stehen deswegen vor Gericht.

Damien Malejacq, Marketing-Manager von Celliers Vinicoles du Blayais betont, dass das Unternehmen nicht in den Betrug involviert gewesen sei. Ein (mittlerweile ehemaliger) Mitarbeiter der Celliers (und Shareholder des Unternehmens, welches das Umlabeln der spanischen Weine durchführte), der auch privat als Négociant tätig war, habe seine Position genutzt, um den Deal machen zu können, das Unternehmen selbst sei immer der Meinung gewesen, französische Weine gekauft zu haben. Man kooperiere als »zivile Partei« mit der Justiz, stehe aber weder als Angeklagter noch als Ankläger vor Gericht. VM

Ausgabe 23/2022

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