Das Elsass umfasst rund 15.600 Hektar Rebfläche, die sich zwischen Straßburg und Colmar an den dem Rheintal zugewandten Hängen und Seitentälern der Vogesen sowie im Norden in der Nähe der deutschen Grenze bei Wissembourg befinden. Angebaut werden Rebsorten, wie sie auch in den benachbarten deutschen Anbaugebieten bekannt sind: Riesling, Sylvaner, Gewürztraminer, Pinot Gris, Pinot Blanc, Muscat und Spätburgunder (Pinot Noir) zählen dazu. Aus Pinot Noir wird der elsässische Rotwein gekeltert. Hauptsächlich wird Weißwein produziert, daneben auch Rosés und Rotweine sowie Crémant; namhaft sind auch die edelsüßen Vendanges Tardives (Spätlesen) und Sélections de Grains Nobles (Beerenauslesen). Der Crémant d’Alsace ist auch in Deutschland sehr beliebt. Die meisten Elsässer Weine werden sortenrein und trocken ausgebaut, unterscheiden sich aber durch ihren Charakter deutlich von ihren deutschen Nachbarn. Sie fallen oft erdig und terroirbetont aus und werden meist erst einige Jahre nach der Lese genossen; damit eignen sie sich vorzüglich als Speisebegleiter. Über 50 Einzellagen sind als Alsace Grand Cru klassifiziert, für die nur bestimmte Sorten verwendet werden dürfen. Eine Spezialität ist der seit 1997 geschützte Klevener de Heiligenstein, der aus der seltenen Rebsorte Savagnin gewonnen wird. 

Cave de Ribeauvillé setzt im Vertrieb auf eine kürzlich gegründete Plattform
 

Eine neue Regelung sieht im Elsass die Angabe der Geschmacksrichtung vor.

92 Punkte: 2017 Riesling Hahnenberg, Achillée, Elsass, 12,5 %vol.

Wir verkosteten rund 100 Weine von Buntsandstein geprägten Böden.

Zwischen der generischen Appellation Alsace und den spezifischen Grands Crus klafft noch eine Lücke. Die könnten die zahlreichen nicht klassifizierten Lagen etwa als „Premier Cru“ ausfüllen. Wir haben knapp 100 potenzielle Kandidaten verkostet.