Das Bordelais umfasst mit rund 107.000 Hektar mehr Rebfläche als alle deutschen Anbaugebiete zusammengenommen. Dass mit nur wenigen zugelassenen Rebsorten – die bedeutendsten sind Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc und Petit Verdot für die Rotweine und Sauvignon Blanc, Muscadelle und Sémillon für die Weißweine – eine unvergleichliche Vielfalt an Weinen entstehen kann, verdankt das Bordelais seinen rund 60 Herkünften mit ihren unterschiedlichen Terroirs sowie der Kreativität der Winzer, deren Kunst der Assemblage (Vermählung der Rebsorten) jedem Weingut, im Bordelais Château genannt, seinen Stempel aufdrückt. Die Herkünfte sind neben den generischen Bordeaux und Bordeaux Supérieur auf größere Regionen (Médoc, Graves) oder einzelne Gemeinden bezogen. Da sich das Bordelais auf beiden Seiten des Mündungstrichters der Gironde erstreckt, existieren auch unterschiedliche klimatische Verhältnisse. Die Weine vom „rechten Ufer“, dem Libournais, sind stärker vom Merlot geprägt als die Tropfen auf dem „linken“ Ufer, zu dem die Halbinsel Médoc mit ihren weltbekannten Gemeinden wie Pauillac, St-Estèphe und Margaux gehört. Dort ist der tanninreiche Cabernet Sauvignon Trumpf. Die bekanntesten Gemeinden des Libournais sind St-Emilion und Pomerol. Zum Teil beruht die Bekanntheit des Bordelais auf der Geschichte; lange bestanden enge Handelsbeziehungen mit England. Viele stattliche Châteaux, oft wahre kleine Schlösser, zeugen vom Reichtum der Besitzer. Ein komplexes System von Klassifizierungen im Médoc, Graves und in St-Emilion sorgt unter Fans, Kritikern und Sammlern für den entsprechenden Nimbus. Einige der klassifizierten Crus mit Kultstatus gehören zu den teuersten Weinen der Welt; in guten Jahrgängen besitzen diese Gewächse ein Reifepotenzial von mehreren Jahrzehnten. Doch darf man nicht übersehen, dass Bordeaux auch große Mengen guter, verhältnismäßig preiswerter Tropfen für viele Gelegenheiten hervorbringt; neben den mehrheitlichen Rotweinen auch Rosé, Clairet (ein hellroter Wein, der wie Rosé gekühlt getrunken wird), trockene, liebliche und edelsüße Weinweine und sogar Crémant.  

Gegensätzliche Entwicklungen bei den Hektarpreisen für Rebflächen in Frankreich.
 

30 Bordeaux-Winzer und -Winzerinnen sowie 10 Importeure machen im Sommer in zwei Städten Station: am 4. Juli in Hamburg und am 5. Juli in Frankfurt. Moderne Rotweine, trendige Rosés, knackig-frische Weißweine und edle Süßweine... schöne Entdeckungen in Aussicht!

 

Clos Fourtet klagt gegen den Verkauf des Grand Cru Classé Weinguts Château Beauséjour. 

Hubert de Boüard legt keine Berufung ein, obwohl er das Urteil für ungerecht hält

Als erste AOC Frankreichs beendet Pomerol den Einsatz von Pestiziden.

Hubert de Boüard zu Geldstrafe verurteilt, Philippe Castéja freigesprochen
 

ANZEIGE | Bordeaux ist weit mehr als ein für Weinsammler spannendes Thema. Die Region wandelt sich. Die Winzer zeigen dem deutschen Fachpublikum am 8.11.2021 ihr Können und reisen dafür von der Gironde an den Rhein. 

Die Messe in Bordeaux wird mit neuem Konzept und Standort wiederbelebt.

Stéphanie Sinoquet folgt auf Florian Reyne

Die UGCB plant die Primeur-Präsentationen 2022 wieder als großen Lokaltermin
 

Domaines Clarence Dillon übernimmt das prestigeträchtige Weingut in Saint-Émilion.

Hubert de Boüard muss sich vor Gericht wegen der Saint-Émilion-Grand-Cru-Klassifizierung verantworten

Die Realisierung der neuen Appellation für Rotweine Entre-Deux-Mers schreitet voran

Jacky Lorenzetti plant die Übernahme eines dritten Bordeaux Châteaux 

Domaine Clarence Dillon übernimmt wohl Château Grand Pontet