Foto: Wines of Portugal
Foto: Wines of Portugal

Portugals Perlen

In Europas westlichstem Weinland trifft man immer noch auf unzählige Entdeckungen und Geheimtipps: Ob altertümliche Exoten, Zeitgeistiges und Zeitloses, Naturales oder Neues aus den renommierten Gebieten wie Douro, Vinho Verde & Co. – wir haben uns in einem Tasting mit knapp 250 Weinen auf den aktuellen Stand der portugiesischen Weinszene verkostet und stellen hier die Favoriten vor.

Text: Christoph Nicklas

„Willkommen in einer Welt der Unterschiede“, heißt es auf der Website von Wines of Portugal. Und obwohl Werbe-Slogans auch in der Weinbranche mit Vorsicht zu genießen sind, kann man hier nur sagen: Dieser Satz trifft den Nagel auf den Kopf. Por­tugal ist und bleibt eine bunte Schatz­kiste, die für viele Weinfans immer interessanter wird. Die Individualität und Anders­artigkeit der Rebsorten, Weine und Winzer ist angesichts der manchmal etwas austauschbaren internationalen Konkurrenz durch Merlot, Chardonnay & Co. Gold wert. Genau deshalb konzentrierten wir uns bei unserer Verkostung auch nicht auf ein einzelnes Gebiet, sondern nahmen die gesamte portugiesische Palette ins Visier.

Von Norden nach Süden bedeutete das eine immense Stilvielfalt. Es standen unter anderem leichte und hellfruchtige Vinhos Verdes aus dem Minho-Gebiet, elegante und mineralische Douro-Gewächse (sowohl in Rot als auch in Weiß auf Spitzenniveau), würzig-tiefgründige Unikate aus dem Dão und Bairrada, hocharomatische Moscatels aus Setúbal oder körperreiche, langlebige Weine aus den südlichen Gebieten Alentejo und Algarve auf den Tischen.

Apropos körperreich: Eine erfreuliche Entwicklung setzt sich in Portugal fort, wie unsere Probe zeigte. Das Land ist bei Weitem nicht mehr gleichbedeutend mit einer dichten, reifen und schweren südeuropäischen Stilistik, denn in allen Regionen setzen inzwischen Betriebe auf eine feinere, elegantere Machart statt auf bloße Konzentration. Speziell beim Weißwein werden darüber hinaus die Handschriften der Winzer immer klarer und prägnanter, ganz gleich, ob bei puristisch-schlanken Alvarinhos, weißen Blends aus dem Holzfass mit burgundischer Anmutung oder Naturwein-Neuheiten aus der Amphore. Bei den Tintos beeindruckte einmal mehr die Reifefähigkeit, und so finden sich in der Bestenliste Weine aus Top-Jahrgängen wie 2015 und sogar bis zurück ins Jahr 2012.

Alle hier vorgestellten Weine sind übrigens aktuell leicht auf dem deutschen Markt erhältlich, die meisten sogar bei verschie­denen Anbietern. Kurzum: Es lohnt sich mehr denn je, in diese immer noch viel zu unbekannte Welt der Unterschiede einzutauchen.

Foto: Wines of Portugal
Foto: Wines of Portugal

Von Norden nach Süden bedeutete das eine immense Stilvielfalt. Es standen unter anderem leichte und hellfruchtige Vinhos Verdes aus dem Minho-Gebiet, elegante und mineralische Douro-Gewächse (sowohl in Rot als auch in Weiß auf Spitzenniveau), würzig-tiefgründige Unikate aus dem Dão und Bairrada, hocharomatische Moscatels aus Setúbal oder körperreiche, langlebige Weine aus den südlichen Gebieten Alentejo und Algarve auf den Tischen.

Apropos körperreich: Eine erfreuliche Entwicklung setzt sich in Portugal fort, wie unsere Probe zeigte. Das Land ist bei Weitem nicht mehr gleichbedeutend mit einer dichten, reifen und schweren südeuropäischen Stilistik, denn in allen Regionen setzen inzwischen Betriebe auf eine feinere, elegantere Machart statt auf bloße Konzentration. Speziell beim Weißwein werden darüber hinaus die Handschriften der Winzer immer klarer und prägnanter, ganz gleich, ob bei puristisch-schlanken Alvarinhos, weißen Blends aus dem Holzfass mit burgundischer Anmutung oder Naturwein-Neuheiten aus der Amphore. Bei den Tintos beeindruckte einmal mehr die Reifefähigkeit, und so finden sich in der Bestenliste Weine aus Top-Jahrgängen wie 2015 und sogar bis zurück ins Jahr 2012.

Alle hier vorgestellten Weine sind übrigens aktuell leicht auf dem deutschen Markt erhältlich, die meisten sogar bei verschie­denen Anbietern. Kurzum: Es lohnt sich mehr denn je, in diese immer noch viel zu unbekannte Welt der Unterschiede einzutauchen.

Foto: Lukas Müller
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