Für manche Weine lässt sich viel Geld ausgeben (Foto: RomanR, stock.adobe.com)
Für manche Weine lässt sich viel Geld ausgeben (Foto: RomanR, stock.adobe.com)

Tradition schlägt Supertoskaner

Die Online-Suchmaschine Wine-Searcher hat eine Rangliste der 10 teuersten Weine aus Italien veröffentlicht, die auf der Plattform geführt werden. Wie das Unternehmen aus Auckland, Neuseeland, meldet, hat es dabei nur ein Supertoskaner in die Top 10 geschafft, nämlich der Merlot Masseto aus Bolgheri mit einem ermittelten Durchschnittspreis von 954 US-Dollar (931,10 Euro) für die 0,75-Liter-Flasche. Teuerster italienischer Wein ist Giacomo Conterno Monfortino, Barolo Riserva DOCG mit einem Durchschnittspreis von 1.309 US-Dollar (1.277,58 Euro).

Auch die weitere Liste wird von traditionellen Herkunftsweinen aus autochthonen Reben dominiert, so etwa vier weitere Barolos oder auch der »Case Basse Soldera« Brunello di Montalcino Riserva von Gianfranco Soldera mit 1.093 US-Dollar Durchschnittspreis (ca. 1.065 Euro) auf Platz  2.

Auf der Plattform werden etwa 4,38 Mill. verschiedene Weine geführt. Zur Berechnung nimmt Wine-Searcher die geführten Händlerpreise – im Falle des »Siegerweins« 665 Preise – und eliminiert die teuersten sowie die günstigsten 20 Prozent ebenso wie Auktionspreise. Mit den verbliebenen Preisen wird dann ein Durchschnittswert errechnet, Steuern werden dafür exkludiert.

Da nur Preise eingerechnet sind, die auf Wine-Searcher geführt werden und zudem keine Spezifizierung bezüglich einzelner Jahrgänge stattfindet, kann die Repräsentativität der Rangliste in Frage gestellt werden, die Dominanz der traditionellen Herkünfte und Sorten bleibt jedoch ein interessanter Fingerzeig. Der Masseto als einziger Supertoskaner hat allerdings immerhin einen Platz gut gemacht im Vergleich zum Vorjahr – damals wurde er nur als fünftteuerster Wein geführt. VM

Ausgabe 19/2022

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