Der neue Katalog von Ardau Weinimporte ist 236 Seiten schwer
Der neue Katalog von Ardau Weinimporte ist 236 Seiten schwer

Neuer Katalog von Ardau

»Wir haben ihn nicht gewogen, befinden ihn aber trotzdem für gut«, scherzt Ardau Weinimport bei der Vorstellung seines neuen Katalogs. Leicht ist der Katalog mit seinen 236 Seiten nicht, und doch hat Ardau auf das Gewicht geachtet. Zu jedem vorgestellten Wein gibt es einen QR-Code, der zur dazugehörigen Weinexpertise leitet. Weitere QR-Codes führen zu Originaltönen und Videos der Erzeuger sowie zu Rezeptempfehlungen der Winzer. Ardau erklärt, dass Händler die Videos für eigene Werbemaßnahmen verwenden dürfen, und verspricht Nachschub an Videos sowie saisonalen Rezepten.

Auffällig am Katalog des Iberien-Spezialisten ist, dass Spanien und Portugal nur noch für 55 Prozent des Seitenumfangs stehen. Ardau diversifiziert in Frankreich mit Champagne André Roger und der Winzergenossenschaft Plaimont aus der Gascogne, in Italien mit dem Prosecco Rosé von Paladin und in Deutschland. Die VDP-Weingüter Schätzel und Hamm aus Rheinhessen und Rheingau sind ebenso neu wie FIO Weine von der Mosel und das Weingut Pfirmann aus der Pfalz.

Doch natürlich vernachlässigt Ardau auch seine Kernkompetenz nicht. Aus Jumilla stammt die Linie »Peace Love & Monastrell« von Ego Bodegas, aus La Mancha kommen die Einstiegs-Rotweine »El Borrón« der Bodega La Remediadora. Die Bodegas San Martín de Unx aus der DO Navarra kommen mit Zeichnungen von Fabelwesen auf ihren Etiketten ins Sortiment. Raúl Pérez, der im Nordwesten Spaniens aktiv ist, wird mit Kritikerlob als »Picasso des spanischen Weins« und »schillernder Tausendsassa« angekündigt, der autochthone Sorten wie Godello und Mencía in den Fokus rückt.

Aus Portugal wird das Ardau-Angebot von Mainova aus Alentejano verstärkt, einem erst vor zwei Jahren gestarteten ambitionierten Projekts, für das der Weinmacher António Macanita engagiert wurde. Aus dem Dourotal kommen zudem die Weine der Quinta Maria Izabel, die von Dirk Niepoort beraten wird. cg