Die drei Lalomba-Weine
Die drei Lalomba-Weine

Lalomba in Deutschland

Die neuen Premiumweine von Lalomba aus der Rioja sind nun für den deutschen Markt erhältlich. Gemeinsam mit Winemakerin Rosana Lisa und Projektmanager Alberto Saldon hat Mack & Schühle die beiden Neueinführungen vorgestellt.
Lalomba ist das jüngste Projekt der Bodegas Ramón Bilbao. Doch, darauf legen alle Beteiligten Wert, sei das neue Weingut komplett eigenständig und unabhängig konzipiert mit eigenem Team, eigenen Flächen und einer eigenen, durchaus imposanten Produktionsstätte in Haro.

Die Weine stammen aus unterschiedlichen Parzellen in den Subzonen Rioja Alta und Rioja Oriental: Finca Valhonta ist eine 2,8 Hektar große Parzelle in Rioja Alta auf 650 Höhenmetern und wird zu 100 Prozent aus Tempranillo vinifiziert. Der aktuelle Jahrgang ist 2017. UVP: 64,90 Euro. Schwarze Frucht, dunkelwürzig, Pfeffer, Mokka, Lakritz, balsamisch; seidige Struktur, saftiges Tannin, am Gaumen mehr pikante rote Frucht, viel Eleganz.

Finca Ladero liegt ebenfalls in der Rioja Oriental, Tempranillo (80%) und Garnacha (20%) wachsen auf 6 Hektar auf 720 Metern Höhe, die höchstgelegene der drei Parzellen. Die UVP beträgt 69,90 Euro, der Wein stammt aus dem Jahr 2016. Intensive Würze, fleischig, brotig, Linseneintopf, Kaffee, Leder, Rauch, ätherisch untermalt; präsentes, noch recht jugendliches Tannin, satter, warmer Typ, komplexe, dichte Struktur, dunkelfruchtige Länge.

Ebenfalls vorgestellt wurde der Rosado. Finca Lalinde 2020, bereits seit 2017 bei Mack & Schühle erhältlich, ist eine Cuvée aus Garnacha (90%) und Viura (10%) und wächst in der gleichnamigen Lage auf 520 Metern Höhenlage in Monte Yerga in der Rioja Oriental. Die UVP liegt bei 19,90 Euro. Salin, zart kirschig, Kamille, Rosenblüten, süßlich-floral, dezent weißfleischig; frische, vegetabile Säure, feine Cremigkeit, herb-zitrisch untermalt.

Den Weg in die Höhe sehen die beiden Verantwortlichen vom Weingut als Schlüssel für elegante Weinstile in Anbetracht des fortschreitenden Klimawandels und steigenden Durchschnittstemperaturen.

Fermentiert wird ausschließlich in eigens in Italien hergestellten Betontanks, der weitere Ausbau erfolgt in ungarischer und französischer Eiche (500 und 225 Liter. 

Die Weinberge würden biologisch bewirtschaftet, auch im Keller arbeite man ausschließlich biologisch, da sich dies in einem Anbaugebiet wie der Rioja aber von Jahr zu Jahr ändern könne, sei eine Zertifizierung vorerst nicht geplant.

Insgesamt verfügt Lalomba über 14,5 Hektar Rebfläche, jährlich entstehen hier etwa 30.000 Flaschen. aw

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Ausgabe 25+26/2021

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