Ladegers neue Kometen-Reihe
Ladegers neue Kometen-Reihe

Lageders neue Kometen aufgeschlagen

Das Weingut Alois Lageder schickt die neuesten »Kometen« in die Umlaufbahn. Für 2021 hat die experimentelle Spielwiese in Margreid sieben Weine hervorgebracht, von denen wir nicht wissen können, ob sie wiederkehren oder »verglühen«, beziehungsweise zu Sammlerstücken werden.

Zwei Rotweine sind am Start: Mit »LA SAI · XX« möchten Lageders beweisen, wie auch bei einer gerbstoffreichen und schweren Rebsorte wie Lagrein Trinkigkeit und Frische erreicht werden kann. Der Most blieb in leichtem Kontakt mit den Beerenschalen und wurde nach kurzer Zeit abgezogen (Saignée Verfahren).

Im »NATSCH4« wird die Südtiroler Leitsorte Vernatsch originell interpretiert und ihr Alterungspotenzial ausgelotet. Dieser Komet ist ein Jahrgangsverschnitt der vier Jahrgänge 2016, 2017, 2018 und 2019. 

Die Trauben stammen von der ältesten Parzelle der Vernatsch-Lage Römigberg. Die vier Weine sind unterschiedlich lange auf der Schale und mit der ganzen Traube vinifiziert.

Auch bei den fünf weißen Kometen überrascht die hauseigene Versuchsanstalt der Lageders: Mit dem „MUS · XX“ kommt ein Pet Nat auf den Markt, der aus 2/3 Goldmuskateller und 1/3 Müller-Thurgau besteht. 

Der »CHE ∙ XVIII« ist ein spontanvergorener, unfiltrierter Chenin Blanc. 

Der »SIL· XX« steht für den ersten reinsortigen Silvaner, den das Weingut herausgibt. Seine Trauben werden in einem bis zu 60 Jahre alten Weinberg im Eisacktal gelesen. Der »SOA · XX« ist schon von der Rebsorte her eine Rarität. Lageders dürfen sie jedoch nicht nennen, weil sie nicht im Rebsortenregister aufgeführt ist. Der Wein stammt vom Erbgut der uralten und wohl größten Rebe der Welt, die sich seit über 360 Jahren bei Schloss Katzenzungen in Prissian entfaltet. Bei dieser Berühmtheit handelt es sich um die Sorte Versoaln.

Der »ASA · XVI« gibt Aufschluss über das Entwicklungspotenzial des 2016er »AM SAND« Gewürztraminer aus der Linie Kompositionen. Seine Reifezeit wurde um zwei Jahre verlängert, die er in Akazienholz verbrachte. Neben diesen speziellen Holznoten prägt ihn laut Beschreibung des Weinguts eine »beeindruckende Reduktivität«.

Der UVP für die Kometen beträgt 25 Euro.

Eine weitere Neuigkeit des Weinguts ist die Umstellung auf leichtere Flaschen. Sie hatte bereits im Jahr 2013 mit dem Wechsel von 750 auf 650 Gramm begonnen. Nun hat Lageder gemeinsam mit einem Partner eine Burgunderflasche mit einem Gewicht von 450 Gramm entwickelt, die einheitlich für alle Weine benutzt wird. Sie heißt Summa, wie die Hausmesse. Mit dieser Neuerung reduziert der Betrieb seinen Glasverbrauch von 512 Tonnen auf 425 Tonnen. Das sind insgesamt 87 Tonnen bzw. 17 Prozent weniger Glas, das jährlich produziert und transportiert wird. VC

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Ausgabe 15/2021

WEINWIRTSCHAFT 15/2021

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