Auf der online stattfindenden Mitgliederversammlung hat die Rheinhessenwein e.V. ihre neue geplante Kommunikationsstrategie vorgestellt.
Auf der online stattfindenden Mitgliederversammlung hat die Rheinhessenwein e.V. ihre neue geplante Kommunikationsstrategie vorgestellt.

Verlust und Aufbruch

Die Rheinhessenwein e.V. hat im Jahr 2020 rund 265.000 Euro Verlust gemacht. Das hat der Verein auf seiner Mitgliederversammlung vom 30.6.2021 bekannt gegeben. Im Zuge der Veranstaltung wurden unter Vorbehalt auch Elemente der geplanten Kommunikationsstrategie mit dem neuen Claim »Wo Weine zuhause sind« vorgestellt. 

»Herkunft ist der Dreh- und Angelpunkt unseren Handelns«, fasst Thomas Schätzel, Vorstandsvorsitzender der Rheinhessenwein e.V., die bisherige Strategie in der Begrüßungsrede zusammen. 

Anschließend präsentierte der Geschäftsführer der Gebietsweinwerbung Bernd Kern den Geschäftsbericht und die Jahresrechnung für 2020 vor. Trotz Erträgen von ca. 1,9 Mill. Euro steht am Ende der Jahresrechnung ein Minus von rund 265.000 Euro. Jedoch verweisen sowohl Kern als auch Schätzel darauf, dass die Auszahlung von rund 300.000 Euro aus Fördermitteln noch ausstünden. 

Nach Entlastung des Vorstandes wurde Alois Dietzen aus dem Kreise der Kellereien in den Vorstand gewählt. Aufgrund möglicher Rechtsschwierigkeiten bei Wahlen während digitaler Veranstaltungen wird geprüft, ob diese in schriftlicher Form nachgeholt werden müsse.

Schließlich wurde die neue Kommunikationsstrategie vorgestellt, die das Profil in der Öffentlichkeit schärfen soll. Allerdings ist der Start der Kampagne noch davon abhängig, ob die Fördergremien ihre Zustimmung erteilen. Im Mittelpunkt dieser steht der Dreiklang »Mensch-Gefühl-Region«. Neben dem neuen Claim »Wo Weine zuhause sind« wurde das überarbeitete Logo präsentiert, welches sich jedoch kaum vom bisherigen unterscheidet. Zusätzlich zu den Foto-Motiven, die häufig Winzer bei der Arbeit zeigen sollen, stelle der kurze und immer wiederkehrende Satz »Wir sind Rheinhessen« das Zusammengehörigkeitsgefühl in den Mittelpunkt. 

Auch Bereiche wie Nachhaltigkeit, Frauen in der Weinbranche oder Digitalisierung möchte man stärker in den Fokus rücken. Kooperationen mit dem LEH, begleitet unter anderem von POS-Materialien wie z.B. Neckhangern, sollen die Bekanntheit der Region erhöhen. Als Leuchtturm-Idee wurde der interaktive und klimaneutrale »Zukunftsweinbergs« vorgestellt. Dabei dürfen Interessierte über Vorgänge wie Rebsortenwahl oder Bewirtschaftung mitentscheiden, die dann an einem realen Weinberg im Sinne der Community umgesetzt werden.

Zusätzlich setze man auch auf die Social-Media-Reichweite einiger junger Mitgliedswinzer, die man als »Vinfluencer« gewinnen und inszenieren möchte. Geplant sind zudem umfangreiche Aktivitäten auf YouTube und mithilfe von Podcasts. sw 
 

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Ausgabe 18/2021

WEINWIRTSCHAFT Ausgabe 18/2021

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