Neben Riesling dürfen die Mitglieder des Bernkasteler Rings auch Spätburgunder GGs erzeugen (Logo: Bernkasteler Ring)
Neben Riesling dürfen die Mitglieder des Bernkasteler Rings auch Spätburgunder GGs erzeugen (Logo: Bernkasteler Ring)

Spätburgunder GGs an Mosel ab 2023

Die Winzervereinigung Bernkasteler Ring von der Mosel hat jüngst auch Spätburgunder GGs zugelassen. Anlass dafür ist eine Änderung des bestehenden Weinrechts. Wie aus einer Pressemeldung hervorgeht, »öffnet sich der Bernkasteler Ring für neue Entwicklungen und honoriert die besonderen Leistungen und die Vorreiterstellung der Mitgliedsbetriebe im Bereich der Rotwein-Bereitung.«

Neben trockenen Terroir-Rieslingen bilden dann auch trockene Spätburgunder die Spitze der Qualitäts-Pyramide. Die Erzeugung der Großen Gewächse ist ab 2021 zugelassen, sodass die ersten Weine ab 2023 auf den Markt kommen dürfen. Konkrete Kriterien zur Erzeugung der Spätburgunder-Spitzenweine liegen aber noch nicht vor. Für den Riesling gelten Anforderungen wie klassifizierte Steil- und Steilstlagen, Hektarhöchsterträge unter 50 hl/ha und ein Mindestmostgewicht in Auslesequalität.

Zur Vereinigung, die seit mehr als 100 Jahren besteht, gehören namhafte Erzeuger von Mosel, Saar und Ruwer, darunter Weingüter wie Markus Molitor oder Franzen. Für Aufmerksamkeit sorgt die einmal jährlich stattfindende Auktion. Der Bernkasteler Ring ist nicht mit dem Großen Ring zu verwechseln, dem Regionalverband des VDPs an der Mosel, in dem weiterhin nur Riesling für GGs zugelassen ist. 2005 führte auch der Bernkasteler Ring Große Gewächse ein. sw

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