Romanée-Conti Flaschen erzielen mit die höchsten Preise weltweit (Foto: World Wine & Whisky)
Romanée-Conti Flaschen erzielen mit die höchsten Preise weltweit (Foto: World Wine & Whisky)

Aubert de Villaine übergibt Staffelstab

Nach knapp einem halben Jahrhundert, in denen er die Leitung des Prestige-Weinguts Domaine de la Romanée-Conti in Burgund innehatte, zieht sich Aubert de Villaine aus seinem Amt zurück.

 1974 nahm er die Zügel des Weinguts als Mitverwalter in die Hand und hat nun im Dezember 2021 die Mitverwaltung an seinen Neffen Bertrand de Villaine übergeben. Der 82-jährige Aubert de Villaine bleibt Romanée-Conti nach Informationen des Radiosenders France Bleu aber erhalten. Er wechselt in den Aufsichtsrat. Hier wird er gemeinsam mit Perrine Fenal, der Vertreterin der Co-Eigentümerfamilie Leroy, die Geschäftsführung überwachen und beraten. 

Zu Beginn Aubert de Villaines Einstiegs in das elterliche Weingut war dieses alles andere als rentabel, die Familie konnte sich nur mit eigenen Bauernhöfen über Wasser halten. 1964 lernte de Villaine Robert Mondavi kennen, durch dessen »Visionen er beflügelt wurde«, so de Villaine in seinem Interview. 
1990 war er einer der Pioniere, die auf Bio umstellten, 2006 folgte die Bewirtschaftung in Biodynamik, denn, so de Villaine, chemische Behandlung des Bodens widerspräche der Idee des Terroirs. Auch durch sein Engagement wurden die von ihm so verteidigten »Climats« 2015 zum Weltkulturerbe der Unesco ernannt. 

Das Weingut gehört heute zu einem der renommiertesten der Welt. Die Flaschen von Romanée-Conti erzielen auf Auktionen mit die höchsten Preise weltweit. Ende des 19. Jahrhunderts erbte es die Familie de Villaine, die 1942 die Hälfte der Anteile an die Familie Leroy verkaufte. itp

Ausgabe 13/2022

WEINWIRTSCHAFT 13/2022

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