Mit André Hugel stirbt ein großer Verfechter und Visionär Elsässer Weine (Foto: Famille Hugel)
Mit André Hugel stirbt ein großer Verfechter und Visionär Elsässer Weine (Foto: Famille Hugel)

André Hugel verstorben

Der Elsässer Winzer André Hugel ist am 15. August im Alter von 92 Jahren infolge von Komplikationen im Zusammenhang mit einer Covid-Erkrankung gestorben. Das teilte die Familie gegenüber den Medien mit. 

Hugel leitete in 11. Generation das Weingut der Familie, das 1639 in Riquewihr (Haut Rhin) gegründet wurde und bis heute zu 100 Prozent in Familienbesitz ist. Er war ein großer Verfechter der elsässischen Weine, wie der Cuvées »Grossi Laüe« und »Schoelhammer«, die neben den Spätlesen und Sélections de Grains Nobles (Beeren-  und Trockenbeerenauslese) die Speerspitzen des Hauses darstellten, wie die Familie betont. 

Nach einer Ausbildung in Beaune und Geisenheim trat er in das Familienunternehmen ein, das er gemeinsam mit seinen beiden Brüdern, Georges und Jean, weiterentwickelte. Auch außerhalb seiner Tätigkeit im Weingut setzte sich Hugel in verschiedenen Organisationen und Ämtern für den Elsässer Weinbau und seine Heimat ein, u.a. als Vorsitzender der Archäologischen Gesellschaft von Riquewihr und des Museums für Weinbau und Weine der Region. 

Heute wird das Weingut von der 12. und 13. Familiengeneration von Marc, Marc-André und Jean-Frédéric Hugel geleitet. Es umfasst etwa 30 Hektar, dessen Weinberge zum Großteil als Grand Cru eingestuft sind. André Hugel trug bis zum Schluss zur stetigen Entwicklung des Traditions-Weinguts bei. ITP

Ausgabe 19/2022

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