Die Importe nach Deutschland sind 2021 gestiegen (Foto: Diego Cervo)
Die Importe nach Deutschland sind 2021 gestiegen (Foto: Diego Cervo)

Weinimporte 2021: Italien fährt von der Pole-Position zum Sieg

Im Jahr 2021 wurde in Deutschland Wein im Wert von 2,954 Mrd. Euro importiert, dieser Wert ist fast ein Zehntel höher als für die Weinimporte 2020. Dies geht aus den endgültigen Weinaußenhandelsdaten des Statistischen Bundesamts hervor, welche der Deutsche Weinbauverband (DWV) jüngst veröffentlicht hat.

Da die importierte Menge nur um 2,6 Prozent auf rund 15,19 Mill. Hektoliter gestiegen ist, resultiert eine Steigerung des Durchschnittserlöses auf 195 Euro pro Hektoliter. Etwa ein Fünftel der importierten Stillweine erfüllte die Richtlinien für Qualitätswein und wurde auch als solcher gelabelt, der Rest waren andere Weine (Landwein, generische Weine etc.). 38 Prozent wurden in Flaschen importiert, der Rest als Fassware, die dann in Deutschland weiterverarbeitet und/oder abgefüllt wurde. 

Knapp über die Hälfte (51%) der importierten Weine waren Weißweine, allerdings war ihr Anteil vorher sogar noch größer, was an den deutlichen Rotweinzuwächsen liegt. Die Weißweinimporte stiegen gegenüber dem Vorjahr »nur« um 0,3 Prozent im Wert und 0,1 Prozent in der Menge, was vor allem daran liegt, dass die Importe der Nicht-Qualitätsweine in diesem Bereich rückläufig waren. Die Rotweine dagegen stiegen um 11,1 (Wert) bzw. 2,7 (Menge) Prozent gegenüber 2020. Deutliche Zuwächse verzeichneten Likörweine (15,7% Wert, 12,6% Menge), aromatisierte Weine (46,2% Wert, 16,7% Menge) und Schaumweine – allen voran Champagner mit 26,2 Prozent Wert- und 23,5 Prozent Mengenzuwachs. 

Wichtigstes Herkunftsland in Menge und Wert war Italien mit 5,52 Mill. Hektolitern (+2,8%) und 1,178 Mrd. Euro (+12,1%). Danach folgten in der Menge Spanien (4,16 Mill. hl, +15%) und Frankreich (2,18 Mill. hl, +1,3%), während es beim Wert umgekehrt war. Hier lag Frankreich (864 Mill. €, +18,3%) auf Rang 2 vor Spanien (372 Mill. €, +1,2%). Platz 4 ging der Menge nach an Südafrika (704.000 hl, +0,8%), dem Wert nach jedoch an die USA (85 Mill. €, +7,8%). VM 

Ausgabe 23/2022

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