Für die Online-Plattform Pix sieht es düster aus, nachdem kein neues Kapital gewonnen werden konnte
Für die Online-Plattform Pix sieht es düster aus, nachdem kein neues Kapital gewonnen werden konnte

Pix vor dem Aus

Die US-Plattform pix.wine hat den Großteil ihrer Mitarbeiter entlassen. Im Frühjahr 2021 war Pix mit dem Ziel gestartet, den Online-Weinmarkt als Empfehlungsplattform zu revolutionieren. Teil von Pix ist auch die Online-Publikation The Drop, die über viele Weinthemen berichtete.

Nach Berichten des San Francisco Chronicle und von wine-searcher dürfte die Entlassungswelle gleichbedeutend mit dem bevorstehenden Aus von Pix sein, da das Geld ausgegangen sei. CEO und Mitgesellschafter Paul Mabray habe erfolglos mit über 80 Venture-Capital-Gebern für eine dritte Anschlussfinanzierung gesprochen. Er sucht nun nach einem Käufer für Pix.

Mabray ist ein Veteran des US-Online-Weinmarkts, unter anderem als Gründer von Vintank und CEO von Emetry. Neben Mabray waren weitere bekannte Personen der Weinbranche bei Pix engagiert, sodass das Start-up große Beachtung fand.

Die Plattform Pix bündelt das Angebot zahlreicher Verkäufer und stellt es kombiniert da. Das Geschäftsmodell beruhte auf Werbung. Erzeuger oder Verkäufer bezahlten dafür, in den Pix-Suchen an vorderer Stelle zu erscheinen. Mabray spricht davon, in den letzten sechs Monaten einen Umsatz von 600.000 US-Dollar erzielt zu haben. Pix beschäftigte 20 Mitarbeiter. Geblieben sei nun ein »Geisterteam«, so Mabray. CG

Ausgabe 19/2022

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