Europa erweist sich für Italiens Wein als Export-Stabilisator, in Amerika und Asien gibt es Verluste (Foto: Fotolia/Viktor Descenko)
Europa erweist sich für Italiens Wein als Export-Stabilisator, in Amerika und Asien gibt es Verluste (Foto: Fotolia/Viktor Descenko)

Leichte Exportverluste für Italien

Die Weinausfuhren des Belpaese haben Ende 2020 nochmals angezogen und verbesserten die Exportbilanz auf ein Minus von nur 2,2 Prozent gegenüber 2019. Im Oktober 2020 lagen die Verluste noch bei 3,4 Prozent. Der Gesamtwert betrug laut dem Statistikamt Istat 6,29 Mrd. Euro (2019: 6,43 Mrd. €). Das sind immerhin 0,8 Prozent mehr als 2018. 

Die USA, Italiens stärkster Markt, gab allerdings um 5,6 Prozent nach und erreichte 1,45 Mrd. Euro. In Deutschland profitierte Italien von der starken Präsenz seiner Weine im LEH. Der Umsatz stieg um 3,9 Prozent auf 1,08 Mrd. Euro. In GB sanken die Verkäufe um 6,4 Prozent (714 Mill. €). Die Schweiz bleibt mit 382 Mill. Euro stabil (+0,3%), Kanada kommt mit einem zarten Gewinn von 1,4 Prozent auf 347 Mill. Euro.

In Nordeuropa liefern die Geschäfte gut. Schweden erwirtschaftete einen Zuwachs von 4,9 Prozent (189 Mill. €). Die Niederlande kauften 17,5»Prozent mehr italienischen Wein (194 Mill. €), und Norwegen trank sich sogar um 29,4 Prozent hoch auf 123 Mill. Euro.

Frankreich fällt weiter ab und importiert 10,7 Prozent (184 Mill. €) weniger Wein vom Nachbarn, muss aber auch wesentlich höhere Exporteinbußen als Italien verkraften. Das Minus von 3,6 Prozent in Russland (126 Mill. €) kann als Erholung bewertet werden, weil es im November noch bei 4,2»Prozent lag. In Österreich hält sich der Rückgang mit 2,3 Prozent im Rahmen (104,4 Mill. €).

In Asien sind die Ergebnisse schlecht. Nur Südkorea, das auch mit seinem Krisenmanagement glänzte, macht die Ausnahme mit einem rasanten Anstieg von 30»Prozent, allerdings auf kleiner Basis (43 Mill. €). In China stürzten die Einfuhren um 26,5 Prozent ein. 98 Mill. Euro brachte das Land noch ein, in das Italien seit Jahren Abermillionen über die EU-Absatzförderung für Drittländer investiert. Auf dem japanischen Markt verlieren die Italiener 15,6 Prozent (154 Mill. €).  vc

In China verzeichnete Italien 2020 prozentual die größten Verluste, in Norwegen die größten Gewinne (Quelle: Osservatorio Qualitvita Wine auf Datenbasis von Istat)
In China verzeichnete Italien 2020 prozentual die größten Verluste, in Norwegen die größten Gewinne (Quelle: Osservatorio Qualitvita Wine auf Datenbasis von Istat)
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