In Südafrika müssen jetzt Gerichte über das Verkaufsverbot von Alkohol entscheiden
In Südafrika müssen jetzt Gerichte über das Verkaufsverbot von Alkohol entscheiden

Klage gegen Alkoholverbot in Südafrika

Der südafrikanische Weinerzeugerverband Vinpro hat am 27. Januar bekanntgegeben, Klage gegen das Alkoholverkaufsverbot in Südafrika eingereicht zu haben. Am 28. Dezember 2020 ist in Südafrika zum  dritten Mal binnen eines Jahres ein Verbot zum Verkauf von Alkohol in Kraft getreten. Die südafrikanische Regierung begründet die Maßnahme damit, dass die Krankenhäuser in der Covid-19-Pandemie von alkoholbedingten Behandlungen entlastet werden sollen. Eine Anhörung vor Gericht soll am 5. Februar stattfinden.

In seiner Presseaussendung betont Vinpro, dass man während der Pandemie stets den Kontakt zu der Regierung gesucht habe. Die Weinbranche habe zahlreiche Schutzmaßnahmen installiert, um eine Ausbreitung von Covid-19 zu verhindern. Vinpro zeigte auch ein prinzipielles Verständnis für die Schutzmaßnahmen der Regierung. Angesichts der rückläufigen Infektionszahlen sei das Alkoholverbot jedoch überzogen, unnötig, unbegründet und konterproduktiv.

Vinpro fordert ein flexibleres und differenzierteres Vorgehen, das auf empirischen Daten beruhe. Entscheidungen über Verkaufsverbote sollten für den Fortlauf der Pandemie auf Provinzebene getroffen werden, wo üblicherweise die Verantwortung für den Alkoholverkauf sowie Krankenhäuser liege.

Angesichts von 19 Wochen Alkoholverkaufsverbot seit März 2020 befinde sich die südafrikanische Weinbranche in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage. Im anstehenden Herbst könne es in den Kellern wegen Pandemie-bedingten Absatzrückgängen zu Kapazitätsproblemen kommen. cg

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