Mit Batailley begann die diesjährige En-Primeur-Kampagne. Jetzt ist sie in ihre heiße Phase eingetreten
Mit Batailley begann die diesjährige En-Primeur-Kampagne. Jetzt ist sie in ihre heiße Phase eingetreten

Heiße En-Primeur-Phase in Bordeaux

Zahlreiche Top-Châteaux aus Bordeaux haben nach Pfingsten ihre En-Primeur-Preise für den Jahrgang 2021 bekannt gegeben. Mit Lafite Rothschild hat sich auch der erste Premier Cru aus der Deckung gewagt und nach Information von Liv-ex 470 Euro/Flasche ex-negociant aufgerufen.

Das sind 1,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Üblicherweise bewegen sich die vier am En-Primeur-Geschäft teilnehmenden Premier Crus gleichförmig, wobei Lafite sich preislich leicht von Mouton, Margaux und Haut Brion absetzt.

Insgesamt verzichten die Châteaux beim Jahrgang 2021 trotz der kleinen Erntemenge auf Preiserhöhungen. Es gibt zwei Linien, die meisten halten wie Lafite weitgehend die Vorjahreskurse. Diesem Kurs folgen z.B. Ausone (500 €), Évangile (180 €), Pichon Longueville Comtesse de Lalande (132 €), Lynch-Bages (90 €), Troplong Mondot, Léoville Poyferre (jeweils 72 €), Gazin (55,20 €), Grand Puy Lacoste (50,40 €), La Gaffelière (48 €), Cantenac Brown (34,20 €), Phélan Ségur (30,60 €) Quinault l‘Enclos (25,80 €) oder Grand Puy Ducasse. 

Andere Châteaux reduzieren ihre Preise um ca. 10 Prozent, z.B. Montrose und Clerc Milon (jeweils 114 €, –10,9%), Rauzan-Ségla (60 €, –9,1%). Canon bewegt sich mit einer Reduktion von 6,3 Prozent auf 90 Euro dazwischen.

Beychevelle erhöht seinen Preis gegen den Trend um 2,1 Prozent auf 58,80 Euro, Chasse-Spleen sogar um 9,7 Prozent auf 21,95 Euro. Nachdem bereits in den Vorwochen einige Châteaux an den Markt gingen, ist die En-Primeur-Kampagne des Jahrgangs 2021 jetzt in die heiße Phase eingetreten.  CG
 

Ausgabe 13/2022

WEINWIRTSCHAFT 13/2022

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