Deutschland ist der Hauptimporteuer von Fasswein (Quelle: Bulk Wine Club)
Deutschland ist der Hauptimporteuer von Fasswein (Quelle: Bulk Wine Club)

Deutschland kauft am meisten Fasswein

Deutschland ist nach wie vor der weltweit größte Importeur von Fasswein. Zahlen des Bulk Wine Club, einer Organisation der World Bulk Wine Exhibition, zeigen zwar, dass die Importe im Jahr 2020 um über 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgingen. Dennoch importierte Deutschland immer noch 7,94 Mill. Hektoliter Wein ungefüllten Weins. Das entspricht einem Rückgang von 0,7 Mill Hektolitern im Vergleich zum Vorjahr und ist gleichzeitig die niedrigste Menge seit 2009. Damals hatte Deutschland eine Menge von 9,33 Mill. Hektolitern erreicht. Auch der Wert sank laut Statistik um 3,6 Prozent auf 488 Mill. Euro. Von den deutschen Bulk-Wein-Importen werden mehr als 10 Prozent re-exportiert.

Ein großer Teil des deutschen Fassweins wurde aus Spanien bezogen, hier gab es einen Rückgang von 8,4 Prozent auf 2,41 Mill. Hektoliter. Aus Italien kam 2,5 Mill. Hektoliter, das sind 0,5 Mill. Hektoliter weniger als im Vorjahr (–16,5%). Importe aus Frankreich gingen um 11,5 Prozent auf 0,78 Hektoliter zurück.

Südafrika konnte einen Teil des Marktanteils zurückgewinnen, den es 2019 verloren hatte, und ist damit das viertgrößte Herkunftsland für Fasswein in Deutschland mit einem Anstieg der Menge um 4,2 Prozent bzw. 0,55 Mill. Hektoliter. 

Neuseeland verzeichnete einen enormen Zuwachs: Um 20 Prozent nahmen die Fassweineinfuhren hier zu. Mit 2,36 Euro pro Liter wurde zudem ein Rekordpreis erzielt, der um ein Vielfaches über dem anderer Einfuhrländer liegt. Am zweitteuersten sind die USA mit 1,02 Euro pro Liter. 

Deutschland ist zwar Fasswein-Importmeister im Volumen, im Wert aber hat Großbritannien die Nase vorn: Das Land hat im letzten Jahr Fassware im Wert von 674 Mill. Euro importiert. aw