2021 gingen die Weinbestände in Deutschland deutlich zurück (Foto: Winzervereinigung Freyburg-Unstrut)
2021 gingen die Weinbestände in Deutschland deutlich zurück (Foto: Winzervereinigung Freyburg-Unstrut)

Deutsche Weinbestände gesunken

Die Weinbestände in Deutschland waren zum Stichtag 31.7.2021 um 7,3 Prozent auf 11,5 Mill. Hektoliter (hl) zurückgegangen. Das ist der niedrigste Stand seit 2018, als vor der großen Ernte nur 11,1 Mill. hl Wein in den Kellern lagen. Verglichen mit dem langjährigen Mittel lagen die Bestände nach Angaben des Statistischen Bundesamts jedoch nur 2,2 Prozent unter Normal-Niveau.  

Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) ausführt, war im Schaumweinbereich der Rückgang stärker als bei Stillwein. Die Schaumwein-Lager reduzierten sich um 10,8 Prozent auf 2,2 Mill. hl, während die Stillwein-Reserven um 6,4 Prozent auf 9,3 Mill. hl zurückgingen.

97 Prozent der Bestände stammen nach Angaben des Statischen Bundesamts aus EU-Ländern, 63 Prozent der Bestände hatte eine geschützte Ursprungsbezeichnung (gU), 4 Prozent eine geschützte geografische Angabe (ggA). 

Das DWI ergänzt das 70 Prozent des Weinbestands aus deutscher Produktion stammt. Die Sektbestände dürften eine Erklärung dafür sein, dass der gU-Anteil unter dem Anteil der deutschen Produktion liegt, obwohl deutscher Stillwein nahezu ausschließlich als gU vermarktet wird. 

62 Prozent der Bestände entfielen auf Weißwein, 38 Prozent auf Rotwein. Die Bestände teilten sich hälftig auf Handel und Erzeuger auf. cg

Ausgabe 25+26/2021

WEINWIRTSCHAFT Ausgabe 25/2021

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