Trank jeder einzelner Bundesbürger 2011 noch 6,5 Liter Flaschen Sekt & Co., waren es 2020 nur noch 5 Flaschen Schaumwein. (Foto: Pixabay)
Trank jeder einzelner Bundesbürger 2011 noch 6,5 Liter Flaschen Sekt & Co., waren es 2020 nur noch 5 Flaschen Schaumwein. (Foto: Pixabay)

Let's talk about Sekt

Im Durchschnitt konsumierte 2020 laut Statistischem Bundesamt (Destatis) jede Person ab 16 Jahren hierzulande mehr als 5 Flaschen Schaumwein – oder 39 Gläser à 0,1 Liter. 

Ob zu Weihnachten, Silvester oder anderen festlicheSektkonsum_2020n Anlässen: mit Sekt, Prosecco oder Champagner wird besonders häufig angestoßen. Wie Destatis mitteilt, wurden im Jahr 2020 in Deutschland 274 Millionen Liter Schaumwein abgesetzt. Der Pro-Kopf-Konsum sank jedoch in den letzten Jahren kontinuierlich. 2011 lag er noch bei 6,5 Flaschen beziehungsweise 49 Gläsern. 2020 tranken der deutsche Bundesbürger nur noch 3,3 Liter Schaumwein im Jahr. 

Die Grundlage der Daten bildet laut Destatis die Steuerstatistik – denn auf Sekt, Prosecco und Champagner wird bis heute die Schaumweinsteuer erhoben, die vor mehr als 100 Jahren zur Finanzierung der kaiserlichen Kriegsflotte eingeführt wurde. Im Jahr 2020 nahm der Bund 405 Millionen Euro aus der Schaumweinsteuer ein. Damit hatte sie lediglich einen Anteil von 0,05 Prozent an den gesamten Steuereinnahmen des Bundes, der Länder und Gemeinden. Zum Vergleich: Aus der Biersteuer, die im Gegensatz zur Schaumweinsteuer eine Landessteuer ist, flossen zuletzt 566 Millionen Euro an die Länder. //pip

GZ 01/22

Titelseite Getränke Zeitung Nr. 01-02/2022 (Fotomontage: Patrick Rubik)

Themen der Ausgabe

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"Mythos und Realität": Sind Unternehmen fit für 2022, fragt Dr. Peter Kreuz, Unternehmer, Spiegel-Bestsellerautor und Gründer der Initiative Rebels at Work. Die Realität zeige oft ein anderes Bild: einen ausgeprägten Hang zum Festhalten am Althergebrachten. Wer Zweifel habe, dem können die folgenden Fragen im Gastkommentar zur ehrlichen Standortbestimmung helfen.

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"Die Hefe streicheln": Jeff Maisel, Inhaber der Brauerei Gebr. Maisel, im GZ-Interview über die Initiative und das Siegel „Bayerische Edelreifung“, mit der Erdinger, Schneider und Maisel die Besonderheit des zweifach gereiften bayerischen Weißbieres herausstellen wollen.

Großer Branchenausblick auf 2022

"Das Prinzip Hoffnung": Die Stimmung innerhalb der Getränkebranche ist im dritten Coronajahr vorsichtig optimistisch. Viele Entscheider hoffen, dass Omikron der Anfang vom Ende der Pandemie wird. Hohe Kosten, Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind die Herausforderungen im Jahr 2022. Premium, Getränkeabholmärkte und Quick-Commerce treiben weiterhin den Markt.