Foto: Ben Fuchs
Foto: Ben Fuchs

Felicitas Thens spannende Rezepte aus der Fusionsküche

Ich habe das große Glück, beruflich viel zu reisen. Sehr viel. Nigeria. Italien. Spanien. Südafrika. Österreich. Dominikanische Republik. Alles Länder, die ich dieses Jahr schon erleben und schmecken durfte. Wenn ich verreise, probiere ich alles! In Nigeria etwa habe ich Yam-Wurzel-Brei mit Ziegen-Zungen-Ragout mit den Händen gegessen und in der Dominikanischen Republik gab es fast jeden Tag Kochbananen.

Ich esse all diese Gerichte nicht, um mir zu beweisen, wie furchtlos ich bin, sondern weil viele dieser Gerichte ursprünglich „Arme-Leute-Essen“ waren und somit viel Auskunft über die Historie, die Landwirtschaft und die Menschen eines Landes geben. Außerdem sind es meist genau diese Gerichte, die den größten Aha-Effekt bieten, denn sie schmecken immer besser als gedacht, meist sogar viel besser! Natürlich ist Verreisen auch nicht nur für den kulinarischen Horizont äußerst wertvoll: Vorurteile verschwinden, Ängste stellen sich als unbegründet heraus, eigene Grenzen werden überwunden und neue Freundschaften geschlossen.

Das Allerschönste jedoch: Man weiß sein eigenes Zuhause wieder zu schätzen. Nach jeder Landung freue ich mich auf mein Bett, meine Kaffeemaschine und auf meine Küche. Denn in der kann ich dann all die neuen Eindrücke verwerten und neue Fusion-Gerichte ausprobieren. Wie zum Beispiel:

Wiener Schnitzel mit Suya „nigeria style“

Zutaten für 4 Portionen

2 TL Knoblauchpulver, 3 EL geröstete Erdnüsse, 1 Nelke, 2 TL Chiliflocken, 2 TL Salz, 2 TL gemahlener Ingwer, 4 Kalbsschnitzel, 80 g Mehl, 2 Eier, 200 g Semmelbrösel (kein fertiges Paniermehl, bitte), 150 bis 200 g Butterschmalz

Zuerst die Gewürze in einen Universalzerkleinerer geben und zu einem feinen Pulver mahlen. Die Schnitzel sehr dünn klopfen und großzügig mit der Suya-Gewürzmischung würzen.

Aus dem Mehl, den verquirlten Eiern und Semmelbröseln eine Panierstraße aufstellen.Die Suya-Schnitzel nacheinander in Mehl, Ei und Semmelbröseln wenden.

Butterschmalz circa ½ Zentimeter hoch in einer Pfanne erhitzen und die Schnitzel darin knusprig braun ausbacken.Die Pfanne dabei ständig rütteln, damit die Panade schön locker wird und Blasen wirft.

Die Schnitzel auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Limettenschnitzen servieren.

Ausgabe 01/2022

Nederburg Wine Estate im Portrait // Weine ohne Schwefel // Die besten Lagerungsmöglichkeiten
MEININGERS WEINWELT Ausgabe 1/22

Themen der Ausgabe

Das hat Pfeffer

Pfeffrig-würzig fällt dieses Mal unser Gericht für die kühle Jahreszeit aus: Zu Pfeffersteaks mit Paprikastreifen kombiniert Stéphane Gass, langjähriger Chef-Sommelier im Hotel Traube Tonbach in Baiersbronn, eine kraftvoll-harmonische Gigondas-Cuvée aus den Sorten Grenache und Syrah. Ein geschmacklicher Volltreffer. Das Rezept finden Sie »hier.

Schwefelfrei – geht das?

Kaum ein anderer Stoff ist in der Weinbereitung so allgegenwärtig wie Schwefel. Durch seine antioxidative und antiseptische Wirkung scheint SO2 für viele Winzer in Weinberg und Keller unverzichtbar. Dennoch nimmt die Zahl der Weine ohne zugesetzte Sulfite ständig zu. Was verbirgt sich hinter dem Trend und wo liegen die Vorzüge und Nachteile schwefelfreier Gewächse? Eine Auswahl an Weinen, die ohne zugefügte Sulfite oder mit insgesamt weniger als 30 mg/L auskommen, haben wir »hier für Sie zusammengestellt. 

Gut gelagert

Dunkel, gleichmäßig gekühlt, nicht zu trocken sowie frei von Erschütterungen und Gerüchen – so die wichtigsten Eckpfeiler der professionellen Weinlagerung. Mit welchen Systemen die Hersteller die perfekte Reifung Ihrer Gewächse garantieren wollen und welche Weinregale durch eine herausragende Optik punkten, können Sie im Artikel unserer neuen WEINWELT-Volontärin Sophia Langhäuser nachlesen.