Foto: Ben Fuchs
Foto: Ben Fuchs

Felicitas Then übers Kaufen mit Köpfchen

Zu viel eingekauft? Nicht alle Frühstücksbrötchen geschafft? Den Käse im Kühlschrank vergessen? Rund ein Viertel aller Lebensmittel in deutschen Haushalten wird jedes Jahr weggeworfen. Das bedeutet, theoretisch haben wir bereits Mitte Oktober genug Lebensmittel gekauft, um damit bis zum Jahresende auszukommen. Wie wäre es, wenn wir alle versuchen, diesen Zeitpunkt gemeinsam nach hinten zu verlegen?

Hier meine persönlichen Tipps zur Müllvermeidung und leckeren Resteverwertung:
Den eigenen Sinnen vertrauen! Die meisten Lebensmittel sind viel länger haltbar, als es das Mindesthaltbarkeits­datum vorgibt. Lieber sehen, riechen, schmecken! Wenn der Joghurt nicht schimmelt, die Milch nicht sauer ist und das Mehl keine Motten hat, kann man all diese Dinge sehr gut noch nach Ablauf verzehren.

Auf Großeinkäufe verzichten, dafür lieber öfter einkaufen. So hat man den Kühlschrank-Inhalt immer im Blick, weiß, worauf man Appetit hat und wenn man dann doch spontan essen geht, bleibt nichts unbenutzt im Kühlschrank zurück! Circa 1,7 Millionen Tonnen Backwaren landen jedes Jahr auf dem Müll. Meine Empfehlung: auf Billig-Bäckereien verzichten. Gutes, handwerkliches Brot kaufen, das länger haltbar ist und so gut schmeckt, dass man es aufisst. Und wenn doch eine Schrippe übrig bleibt: Semmelknödel, Kaspressknödel oder Brösel für Schnitzel daraus machen. 

Konsistenzen verändern! Aus welkem Gemüse einfach eine Suppe pürieren, aus labbrigen Äpfeln Kompott oder Kuchen machen und braune Bananen einfach ins trendige Banana Bread mischen.

Zum Schluss noch mein Lieblings-Pesto-Tipp: Ob aus Karottengrün, Rucola oder sonstigen Krautresten – einfach eine Ecke Hartkäse dazu, ein paar geröstete Nüsse, etwas Zitrone, Öl, Chili und fertig. Ich nenne es dann Erwachsenen-Pesto und serviere es als Dip, aufs Brot oder zu Pasta. Und hier noch das Rezept dazu:

Pesto 

1 Handvoll glatte Petersilie, 1 Bund Karottengrün, 50 g Hartkäse am Stück (Parmesan, Grana Padano, Pecorino ...), circa 120 ml neu­­­trales Öl, circa 50 ml Olivenöl, 1 kleine Knoblauchzehe, ½ un­­behan­delte Zitrone, 1 kleine Chilischote, 50 g geröstete Nüsse (Haselnüsse, Mandeln …), Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer 

Petersilie und Karottengrün grob schneiden und in einen Mixer geben. Käse reiben. Dann das neutrale Öl, Olivenöl, den Knoblauch, etwas Zitronensaft und -abrieb, die Chilischote sowie die Nüsse dazugeben und alles fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
 

Schlagworte

Ausgabe 01/2022

Nederburg Wine Estate im Portrait // Weine ohne Schwefel // Die besten Lagerungsmöglichkeiten
MEININGERS WEINWELT Ausgabe 1/22

Themen der Ausgabe

Das hat Pfeffer

Pfeffrig-würzig fällt dieses Mal unser Gericht für die kühle Jahreszeit aus: Zu Pfeffersteaks mit Paprikastreifen kombiniert Stéphane Gass, langjähriger Chef-Sommelier im Hotel Traube Tonbach in Baiersbronn, eine kraftvoll-harmonische Gigondas-Cuvée aus den Sorten Grenache und Syrah. Ein geschmacklicher Volltreffer. Das Rezept finden Sie »hier.

Schwefelfrei – geht das?

Kaum ein anderer Stoff ist in der Weinbereitung so allgegenwärtig wie Schwefel. Durch seine antioxidative und antiseptische Wirkung scheint SO2 für viele Winzer in Weinberg und Keller unverzichtbar. Dennoch nimmt die Zahl der Weine ohne zugesetzte Sulfite ständig zu. Was verbirgt sich hinter dem Trend und wo liegen die Vorzüge und Nachteile schwefelfreier Gewächse? Eine Auswahl an Weinen, die ohne zugefügte Sulfite oder mit insgesamt weniger als 30 mg/L auskommen, haben wir »hier für Sie zusammengestellt. 

Gut gelagert

Dunkel, gleichmäßig gekühlt, nicht zu trocken sowie frei von Erschütterungen und Gerüchen – so die wichtigsten Eckpfeiler der professionellen Weinlagerung. Mit welchen Systemen die Hersteller die perfekte Reifung Ihrer Gewächse garantieren wollen und welche Weinregale durch eine herausragende Optik punkten, können Sie im Artikel unserer neuen WEINWELT-Volontärin Sophia Langhäuser nachlesen.