Mengenmäßig kleiner Jahrgang in Württemberg (Foto: DWI)
Mengenmäßig kleiner Jahrgang in Württemberg (Foto: DWI)

Wenig Menge, gute Qualität

Die Winzergenossenschaften in Württemberg rechnen mit einer Erntemenge von 65 Mill. Litern, was zwar 20 Prozent mehr als 2020 entspricht, aber um 10 Prozent unter dem langjährigen Mittel liegt. Die Qualität sei jedoch gut. »Freunde des Württemberger Weins können sich auf einen sehr guten Jahrgang freuen, wenngleich die Erwartungen der Weinbau-Betriebe an die Erntemengen nicht ganz erfüllt werden«, resümiert Dr. Roman Glaser, Präsident des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands (BWGV), auf einer Pressekonferenz.

Rechnet man die Ergebnisse der Genossenschaften auf das Anbaugebiet hoch, käme Württemberg auf ca. 95 Mill. Liter, etwas weniger als in der Deutschland-Schätzung vom September.

Die Vegetationsperiode spielte auch den Winzern Württembergs nicht in die Karten. Anders als in den meisten anderen Anbaugebieten reduzierten dort auch lokale Spätfröste die Ergebnisse, die zudem durch die Peronospora infolge von Niederschlagsereignissen geschmälert wurden. Dennoch liegt die Gesamtmenge der Genossenschaften knapp 12 Mill. Liter über dem niedrigsten Ergebnis seit 35 Jahren in 2020 (53,4 Mill. Liter). Das durchschnittliche Mostgewicht der wichtigsten Sorten bewegt sich um 80° Oechsle, beim Trollinger liegt es bei 68° Oechsle.

Trotz der kleinen Erntemenge gehen die Genossenschaften von einer durchgängigen Lieferfähigkeit aller Rebsorten aus und rechnen mit steigenden Verkaufspreisen durch steigende Kosten. sw 

Ausgabe 20/2021

WEINWIRTSCHAFT Ausgabe 20/2021

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