Der bisherige Standort in einem Wohngebiet bietet wenig Entwicklungsperspektiven (Foto: Gerke)
Der bisherige Standort in einem Wohngebiet bietet wenig Entwicklungsperspektiven (Foto: Gerke)

Remstalkellerei fusioniert

Innerhalb der Remstalkellerei kommt es zur Fusion. Die Mitglieds-Genossenschaften Weingärtner Remstal eG, Weingärtnergenossenschaft Schnait eG und Weingärtnergenossenschaft Remshalden-Schorndorf eG gehen in der Remstalkellerei auf. Das haben die Mitglieder der Genossenschaften auf außerordentlichen Mitgliedsversammlungen beschlossen.

»Wir freuen uns sehr, dass wir mit den Fusionen den ersten Meilenstein auf dem Weg der Neuausrichtung unserer Remstalkellerei erreicht haben und der genossenschaftliche Weinbau im Remstal nun zu einer Einheit zusammenwächst. Durch die Übernahme der Keltergenossenschaften werden alle Prozessschritte entlang unserer Wertschöpfungskette unter einem Dach zusammengeführt. Dies ermöglicht uns, wesentlich schneller auf die Entwicklungen im dynamischen Markt zu reagieren und die nächsten wichtigen Schritte der Neuausrichtung der Remstalkellerei anzugehen und die Planungen für den Bau der neuen Remstalkellerei voranzutreiben«, so der Vorstandsvorsitzende der Remstalkellerei, Peter Jung.

Der Neubau soll abseits des bisherigen Hauptstandorts auf der grünen Wiese erfolgen, wie Jung gegenüber WEINWIRTSCHAFT erklärt. So schnell wie möglich soll es losgehen. Im Idealfall könnte nach dem ersten Bauabschnitt im Herbst 2023 die Ernte der Remstalkellerei erstmals zentral erfasst werden. Nach Annahme und Kellergebäuden sollen in einem weiteren Bauabschnitt auch die Büros aus Weinstadt-Beutelsbach an den neuen Standort umziehen. 

Bisher werden die Trauben an verschiedenen Annahmestationen der Einzelgenossenschaften gekeltert und später zum zentralen Keller in Beutelsbach gebracht, wo sich die Remstalkellerei um Ausbau und Vermarktung kümmert. Durch den neuen Standort erhofft sich die Remstalkellerei auch Zuwächse im Direktverkauf. Der aktuelle Hauptsitz befindet sich inmitten eines Wohngebiets.

Noch als Einzel-Genossenschaft in der Remstalkellerei ist die WG Korb, die aber zum 31.12.2021 ihre Mitgliedschaft gekündigt hat. Jung hofft, die gesamte WG Korb oder zumindest Mitglieder noch vom Verbleib in der Remstalkellerei überzeugen zu können – auch dadurch, dass es nun eine Zukunftsperspektive gibt. »Wir sehen uns als Genossenschaft des gesamten Remstals. Da gehören Korb und Winnenden natürlich dazu«, so Jung. Derzeit bewirtschaften die Mitglieder der Remstalkellerei rund 400 Hektar Weinberge. cg

Ausgabe 20/2021

WEINWIRTSCHAFT Ausgabe 20/2021

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