Isabella Weidler wurde als Nachfolgerin von Eckardt Escher in den Vorstand des BWK gewählt
Isabella Weidler wurde als Nachfolgerin von Eckardt Escher in den Vorstand des BWK gewählt

Herausforderndes Jahr geglückt

Der Badische Winzerkeller (BWK) hat seinen Geschäftsbericht für das abgelaufene Geschäftsjahr 2020 vorgestellt. Demzufolge ist der Umsatz stabil geblieben und beläuft sich auf 46,6 Mill. Euro. Im Zuge der Generalversammlungen ergaben sich wichtige personelle Veränderungen.

André Weltz, Geschäftsführender Vorstand des BWK bezeichnet das Geschäftsjahr 2020 als ein »anspruchsvolles Jahr« für die größte badische Winzergenossenschaft, das gekennzeichnet war von »erheblich geringeren Erntemengen als im Vorjahr, aber gleicherweise besserr  Qualität«. Veränderungen auf KOnsumenten- und Marktseite würden eine neue Ausrichtung des Unternehmens forcieren.

Während der Umsatz des BWK gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,8 Prozent auf 46,6 Mill. Euro zulegen konnte (2019: 45,3 Mill. Euro), nahm der Absatz um 5,1 Prozent zu. Als Grund nannte Weltz das Wachstum der Markenweine, die über Discounter und LEH vertrieben werden und deshalb nicht von Covid-bedingten Schließungen betroffen waren. Dieser Vertriebsweg hält rund 85 Prozent am Umsatz des Winzerkellers und kompensierte die Umsatzverluste aus anderen Vertriebskanälen. Der Umsatz in der Gastronomie ging um 51,5 Prozent zurück und kam seit dem November 2020 faktisch zum Erliegen. Auch die Exporte brachen um 18,1 Prozent ein. 

Auf der Generalversammlung vom 23. Juni wurde Isabella Weidler als Nachfolgerin von Eckardt Escher in den Vorstand gewählt, der sich altersbedingt in den Ruhestand begibt. Ecker habe, so Weltz, die Geschicke des Winzerkellers mit tiefer Kenntnis der badischen Weinwirtschaft vorangetrieben. 

Der Jahrgang 2020 brachte dem BWK mit 15,2 Mill. Liter Wein eine rund 10 Prozent geringere Ernte als 2019. Zum Bilanzstichtag betrug der Gesamtbestand ca. 21 Mill. Liter Wein. sw

Ausgabe 13/2022

WEINWIRTSCHAFT 13/2022

Themen der Ausgabe

Alkoholfrei

Das Segment wächst rasant und bietet dank Lohnunternehmern auch kleinen Erzeugern eine Chance

Prosecco

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Portugal

Abseits von Portwein und »hinter den Bergen«. Der kleine Nachbar von Spanien hat einiges zu bieten