Die neue Füllstraße der Weinmanufaktur Gengenbach-Offenburg (Foto: Susanne Wagner-Köppel)
Die neue Füllstraße der Weinmanufaktur Gengenbach-Offenburg (Foto: Susanne Wagner-Köppel)

1,4 Mill. Euro für bessere Qualität

Die badische Winzergenossenschaft Weinmanufaktur Gengenbach-Offenburg hat 1,4 Mill. Euro in eine neue Abfüllanlage investiert. Die Genossenschaft erhofft sich dadurch, die Qualität der Weine zu steigern. Schließlich komme bei der neuen Anlage moderne Technik zum Einsatz. »Das ist ein weiterer wichtiger Schritt unserer Qualitätsoffensive, denn nun füllen wir die Weine genauso auf die Flasche, wie sie im Tank liegen«, sagt Geschäftsführer Christian Gehring.

Der größte Vorteil der Anlage sei, dass der Wein ohne Kontakt mit Sauerstoff in die Flasche komme, da das System von der Füllpumpe bis zur Flasche komplett in sich geschlossen sei. Zudem ziehe die Anlage die Luft aus den Flaschen. Das ist besonders schonend fürs Weinaroma. Das hier angewandte Prinzip der Gegendruckfüllung ist bei kohlensäurehaltigen Getränken wie Bier üblich. Die zu füllenden Flaschen werden mit Schutzgasen wie CO₂ vorgespannt, am anderen Ende wird der Behälter mit Gas leergedrückt. Damit das Getränk nun in die Flasche fließen kann, wird über ein Ventil das Gas herausgedrückt. So die Funktionsweise in der Theorie.

4.000 Flaschen pro Stunde könne man so füllen. Die Anlage eignet sich für Stillweine, aber auch Seccos könne man ohne größeren Aufwand darüber in die Flaschen bringen. Die Füllstraße umfasst ferner auch Stationen zur Etikettierung und zum Packen der Kartons. Der Einbau dauerte vier Wochen, weshalb einige Weine während dieser Zeit nicht verfügbar waren. Die Genossenschaft möchte dies nun wieder aufholen. SW

Ausgabe 19/2022

Themen der Ausgabe

Discount

Die große Discounter-Wein-Verkostung offenbart die Probleme dieses Absatzkanals.

Jens Gardthausen

Ein Jahr nach Amtsübernahme bei Eggers & Franke fragt WEINWIRTSCHAFT im Interview nach.

Better for you

Andernorts werben Weine ungeniert damit, gesund zu sein. Hierzulande steht dem einiges im Wege.