Neuigkeiten aus Burgund lieferte die Pressekonferenz während der »Grands Jours en Caves« (Grafik: Grands Jours de Bourgogne)
Neuigkeiten aus Burgund lieferte die Pressekonferenz während der »Grands Jours en Caves« (Grafik: Grands Jours de Bourgogne)

Burgund im Wandel

In einer am 16. März 2021 in Burgund stattgefundenen Pressekonferenz informierten die Präsidenten der Vereine Grands Jours de Bourgogne, des Bureau Interprofessionnel des Vins de Bourgogne (BIVB) und der Verband der Cité des vins et des Climats de Bourgogne über aktuelle Ereignisse und Marktzahlen in der Region.

Anlass war das neu erschaffene Format der Grand Jours en Caves, welches vom 15. bis 19. März 2021 Journalisten und Weinakteuren Gelegenheit bieten sollte, die neusten Jahrgänge in Burgund, auf pandemie-gerechte Weise, zu verkosten. Dieses »Zwischenformat« sei ins Leben gerufen worden, um die Zeit zwischen der normalerweise alle zwei Jahre stattfindenden Messe »Grands Jours de Bourgogne« bis zum neuen Termin, vom 21. bis 25. März 2022, zu verkürzen, erklärte der Präsident Raphaël Dubois. Diese hatte letztmalig im März 2018 stattgefunden. Mit der Ersatz-Veranstaltung, die ausschließlich nach Terminvereinbarungen in den Kellern der knapp 600 Weingüter sowie digital stattfand, zeigte sich Dubois sehr zufrieden.

François Labet, Vize-Präsident des BIVB, berichtete über die wirtschaftliche Entwicklung der Burgund-Weine im Jahr 2020 und bezeichnete sie als »allgemein gut«. Der Weißwein des Jahrgangs sei Dank einer überdurchschnittlichen Ernte gut verfügbar. Der Export konnte bei den Volumina im Flaschen-Verkauf um 0,8 Prozent gegenüber 2019 zulegen, der Umsatz musste einen leichten Rückgang, um 0,8 Prozent hinnehmen. Der französische Markt leide nach wie vor unter der Schließung des Horeca-Kanals, durch die wachsende Verlagerung in LEH und E-Commerce, seien die Verluste jedoch insgesamt begrenzt.

Ebenfalls wurden die Grundsteinlegungen für die neue »Cité des vins et des Climats de Bourgogne« in Beaune, Mâcon und Chablis in diesem Halbjahr bekanntgegeben ­ die geplante Eröffnung an den drei Orten ist für den Sommer 2022 vorgesehen. Man wolle den Blick auf das Weinbaugebiet und seine Geschichte schärfen auch in Hinsicht auf Besucher der Region, so der Präsident des Verbands, Benoît de Charette, während der Pressekonferenz. »Nach der Gesundheitskrise wird nichts mehr so sein, wie vorher. Wir möchten den qualitativen Tourismus beleben, nicht den quantitativen«, unterstrich er. itp