Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht beim Festakt am 24. März

Wenn prominente Gäste für die Bedeutung eines Events stehen, dann ist die INTERVITIS INTERFRUCTA 2010 vom 24. - 28. März 2010 ohne jeden Zweifel das globale Highlight für die Wein-, Obst-, Fruchtsaft- und Spirituosenbranche in diesem Jahr: Bundeskanzlerin Angela Merkel höchstpersönlich spricht beim Festakt am Abend des 24. März - und zur Eröffnung des IVIF-Kongresses am Morgen kommt neben dem Präsidenten der Internationalen Weinorganisation OIV, Yves Bénard, und Mireia Torres vom gleichnamigen Weinimperium aus Katalonien auch Prof. Klaus Töpfer, früherer Leiter des Umweltprogrammes der Vereinten Nationen und heute Gründungsdirektor des Instituts für Klimawandel, Erdsystem und Nachhaltigkeit in Potsdam (Institute for Advanced Sustainability Studies). Motto des vom Deutschen Weinbauverband (DWV) gemeinsam mit Partnerorganisationen der Wein-, Obst-, Fruchtsaft- und Spirituosenbranche parallel zur Messe veranstalteten IVIF-Kongresses: "Qualität - Nachhaltigkeit - Markt: Impulsgeber für Innovationen".

Zur INTERVITIS INTERFRUCTA 2010, der ersten im neuen Gelände am Stuttgarter Flughafen, erwarten der DWV und die Messe Stuttgart rund 600 Aussteller und 40.000 Fachbesucher aus der ganzen Welt. Der Reigen auf Anbieterseite reicht von A wie Agco, Alcan oder Amorim über B wie BASF, Begerow oder Bucher Vaslin, C wie Claas und Clemens, D wie Dexheimer, Defranceschi oder Della Toffola, E wie Erbslöh und EuroCave bis hin zu F wie Filtrox, G wie GEA Westfalia und Grégoire, K wie KHS und Krones, M wie Max Holder, N wie Nomacorc und New Holland, P wie Pall und Pellenc, R wie Radix, Rieger oder Robino&Galandrino, S wie Sartorius, Scharfenberger oder Speidel, T wie TMCI Padovan und Tonnellerie Radoux, V wie Velo , Viking oder Voestalpine und Z wie ZG Raiffeisen, Zork und Zwiesel Kristallglas. "Auf der IVIF 2010", so der Stuttgarter Messegeschäftsführer Ulrich Kromer, "gibt es die komplette Prozesskette für die Produktion von Wein, Obst, Fruchtsaft und Spirituosen zu sehen - das ist sonst nirgendwo der Fall."

Auf Ausstellerseite vertreten sind 28 Länder, der Auslandsanteil liegt erneut bei weit über 30 Prozent. Die größte Gruppe nach Deutschland stellen die Unternehmen aus Italien, gefolgt von Frankreich, Österreich, der Schweiz und Slowenien. Erstmals stellen auch Firmen aus Tschechien, Indien, Südafrika und Serbien in Stuttgart aus. Insgesamt werden 60.000 Quadratmeter Hallenfläche belegt sein. Rechnet man die zusätzlich zu den 600 Ausstellern mit einzelnen Produkten vertretenen Firmen hinzu, ergibt sich eine Zahl von knapp 700 Unternehmen auf der IVIF.

Maschinenvorführung unter Dach

Novum: bei der INTERVITIS INTERFRUCTA 2010 finden die bei den Fachbesuchern stets sehr beliebten Maschinenvorführungen erstmals unter Dach statt in Halle 9. Den Zuschauern wird so täglich um 14 Uhr eine vom Wetter unabhängige Demonstration von Maschinen und Produkten aus dem Ausstellungsbereich Anbau- und Erntetechnologie geboten, mit gegenüber dem Killesberg deutlich vergrößerter Anzahl der Sitzplätze auf den Tribünen. Die Besucher können so die aktuellsten Entwicklungen zu den Themen Neuanlagen, Baum- und Stockbearbeitung, Bodenbearbeitung, Pflanzenschutz und Pflanzenpflege sowie Erntemaschinen und Zubehör verfolgen. Die Geräte sind an Heck, Mitte und Front der neuesten Traktoren montiert, die Funktionsweise sowie die Besonderheiten der einzelnen Maschinen werden in eigens hierfür erstellten Rebzeilen durch einen Sprecher erläutert.

Das im Herbst 2007 eröffnete Stuttgarter Messegelände - für viele nicht nur das modernste, sondern auch das schönste in Europa - bietet neben perfekter Anbindung und Infrastruktur auch eine sehr klare und einfache Orientierung. Der Ausstellungsbereich Anbau und Erntetechnologie befindet sich in Halle 1 (L-Bank-Forum), direkt am Eingang Ost. Erstmals gibt es dort einen eigenen Themenpark Hagelschutz, in dem Hersteller von Netzen und Abwehrsystemen ihre neuesten Entwicklungen für die Vermeidung von Hagelschäden im Obst- und Weinbau präsentieren. Zusätzlich können sich Besucher dort über Fördermöglichkeiten in Baden-Württemberg für die Erstellung einer neuen Hagelschutzanlage informieren.

Um das Angebot abzurunden, werden auch die zur Errichtung der Anlagen notwendigen mobilen Arbeitsbühnen ausgestellt. Diese Arbeitsbühnen werden neben Montagearbeiten im Obstbau auch für den Baumschnitt, Erntearbeiten und sonstige Kulturarbeiten eingesetzt. Die beiden Messebereiche Verarbeitung & Prozesssteuerung sowie Abfüll- & Verpackungstechnologie sind gleichfalls in der Nordspange in den Hallen 3 und 5 konzentriert.

Wer sich speziell für Marketing & Organisation interessiert, sollte die Halle 7 ansteuern. Dort wartet neben dem "Treffpunkt der Verbände" die "Wine Lounge" mit einer Präsentation aller deutschen Anbaugebiete und dem benachbarten Cateringbereich auf Gäste. Die Deutsche Weinakademie (DWA) stellt gemeinsam mit dem europäischen Dachverband Comité Vins an ihrem Stand das europäische Präventionsprogramm "WINEinMODERATION" vor. Parallel dazu gibt es am Freitag, 26. März, ein öffentliches Symposium zu diesem Thema im ICS Internationales Congresscenter Stuttgart.

Halle 7 ist während der INTERVITIS INTERFRUCTA auch Heimstatt der Hochschulen und Forschungsanstalten sowie des Sonderbereiches Wein und Architektur. Im Forum werden vorbildliche Neu- und Umbauprojekte vorgestellt, desgleichen die Gewinner des Architekturpreises der Architektenkammer Rheinland-Pfalz. Gleichfalls in Halle 7 wird sicher wieder der Wein-Verkostungsworkshop der INTERVITIS INTERFRUCTA 2010 tausende von Profis aus dem In- und Ausland anziehen. Schmeckt man die Art der Rebenerziehung? Welchen sensorischen Einfluss hat die Hefe? Wie wirken sich Alkoholmanagementmaßnahmen im Weinberg, im Keller auf der Zunge aus? - Mehr als 250 Weine aus weinbaulichen und kellerwirtschaftlichen Versuchen wird der Verkostungsworkshop umfassen. Hierzu haben die Lehr- und Forschungsanstalten der weinbautreibenden Bundesländer, der Bund Deutscher Oenologen und das Bundesinstitut für Rebenzüchtung ihre Keller geöffnet. Sie stellen aus einer nur limitiert zur Verfügung stehenden Auflage an Versuchsweinen Probeflaschen für den IVIF-Verkostungsworkshop zur Verfügung und ermöglichen damit allen Interessierten einen sensorischen Ein- und Überblick zu einem wichtigen Forschungsbereich in den verschiedenen Weinbauregionen.

Last but not least wird die Halle 7 vom 24. - 28. März auch zur Präsentationsbühne für die Gewinner des IVIF-Innovationspreises. Aus 65 Anstellungen aus acht Ländern, so DWV-Generalsekretär Dr. Rudolf Nickenig, "hat eine international besetzte Jury mit Vertretern von Wissenschaft und Praxis aus der Wein- und Obstwirtschaft am Ende 34 Innovationen ausgezeichnet". Die besonders heiß begehrten Gold-, Silber- und Sonderpreise der INTERVITIS INTERFRUCTA 2010 werden im Rahmen eines Festaktes am Abend des 24. März in Anwesenheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel im ICS überreicht. Dieser Festakt ist ebenso Bestandteil des IVIF-Rahmenprogrammes wie die Eröffnung am Morgen desselben Tages mit Prof. Klaus Töpfer, OIV-Präsident Yves Bénard und Mireia Torres. Der internationale IVIF-Kongress, zu dem alleine rund 1.500 Experten von allen Kontinenten in Stuttgart erwartet werden, gliedert sich in zahlreiche Module auf zu Themen wie Anbauverfahren im Klimawandel, neue Methoden zur Erfassung von Qualitätsparametern, Förderung des Steillagen- und Terrassenweinbaus, Mikroorganismen - alkoholische Gärung, Wein und Tourismus, ökologischer Weinbau oder Trends in der Trauben- und Weinanalytik.

Erstmals findet die INTERVITIS INTERFRUCTA (24. - 28. März) als Welt-Technologieleitmesse für die Produktion von Wein, Obst, Fruchtsaft und Spirituosen in enger Kooperation mit der Düsseldorfer ProWein (21. - 23. März) statt. Die "Auslese aus Handel und Technik" bietet internationalen Weinproduzenten die einmalige Chance, innerhalb einer Woche die Düsseldorfer Fachmesse für Weine und Spirituosen als erstklassige Erfolgsplattform zur Vermarktung ihrer Weine zu nutzen und sich im direkten Anschluss in Stuttgart über den neuesten Stand der Technik zur Herstellung ihrer Produkte zu informieren. Die Messe Düsseldorf, die Messe Stuttgart und der Deutsche Weinbauverband haben deshalb in den vergangenen Monaten bei einer Vielzahl von Pressekonferenzen und Präsentationen auf der ganzen Welt den "Doppelpack" im März 2010 vorgestellt und sind dabei überall auf großes Interesse gestoßen. Zur IVIF erwarten die Organisatoren entsprechende Besucherdelegationen zum Beispiel aus China, Russland, Indien, Rumänien, der Ukraine, Georgien, Polen, Tschechien, der Slowakei, Großbritannien, Chile, Südafrika, Kanada, den USA, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden und Belgien.

Quelle: Messe Stuttgart

ddw 24/22 vom 25.11.2022

Themen der Ausgabe

Weinrecht

Rechtliche Vorgaben für entalkoholisierte und teilweise entalkoholisierte Erzeugnisse

Weinbau

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Versicherungen

Verpflichtender Arbeitgeberzuschuss bei der betrieblichen Altersversorgung