Verdicchio verzeichnet 2020 einen starken Absatzanstieg, auch Verdicchio di Matelica zieht an (Foto: Crecelius)
Verdicchio verzeichnet 2020 einen starken Absatzanstieg, auch Verdicchio di Matelica zieht an (Foto: Crecelius)

Verdicchio explodiert

Der Winzerverband der Marken hat die Bilanz für den Verdicchio veröffentlicht. Demnach schnellte die Abfüllung für den Verdicchio Castelli di Jesi ausgerechnet im Krisenjahr um 36,9 Prozent auf 190.000 Hektoliter (+51.000 hl) empor. Die kleinere Herkunft, der Verdicchio di Matelica, erwirtschaftete mit 19.000 Hektoliter immerhin ein Plus von 14,8 Prozent. 

Die Daten ermittelte die Kontrollbehörde Valoritalia, die in den Marken für die Zertifizierung der Weine zuständig ist. Die sagenhaften Zahlen des Verdicchios fangen die Verluste der anderen DOP-und IGT-Weine auf. Das Gesamtergebnis liegt bei einem Plus von 5 Prozent.

Die Exportzahlen der beiden Verdicchios konnten dank starker Abverkäufe im ersten Quartal 2020 gehalten werden. Der Absatz auf dem Binnenmarkt sei vor allem in der zweiten Jahreshälfte stark angestiegen, berichtet das IMT, weil sich die Hersteller neu positioniert haben.

Das Wachstum des Direktverkaufs, des Verkaufs in der unmittelbaren Nachbarschaft, des E-Commerce und vor allem die Repositionierung einiger Qualitätsmarken im LEH seien die vier Säulen, die den Verdicchio aus der Krisengefahr gebracht haben. 

»Der Verdicchio erntet das, was er seit zehn Jahren sät« kommentierte Alberto Mazzoni, der Direktor des Verbandes Istituto Marchigiano di Tutela Vini (IMT), das Ergebnis. Gemäß einer Studie von Wine Monitor habe sich jeder im Ausland in Promotion investierte Euro einen Return von 8 Euro in Bezug auf die Verkäufe gebracht, berichtet Mazzoni. Das IMT wacht über 16 geschützte Ursprungsbezeichnung, davon sind vier DOCGs. VC

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