Cavit-Generaldirektor Enrico Zanoni (l.) und Präsident Lorenzo Libera (Foto: Daniele Panato)
Cavit-Generaldirektor Enrico Zanoni (l.) und Präsident Lorenzo Libera (Foto: Daniele Panato)

Traumbilanz für Cavit

Die Mitglieder der Trentiner Genossenschaftskellerei zweiten Grades Cavit haben auf der Jahresversammlung die Bilanz genehmigt und den Präsidenten Lorenzo Libera einstimmig im Amt bestätigt.

Cavit schloß das Geschäftsjahr 2020/21 mit einem sensationellen Wachstum ab. Der konsolidierte Umsatz stieg um 29 Prozent von 209,7 Mill. auf 271 Mill. Euro. Das Ergebnis konnte sowohl über organisches Wachstum erzielt werden als auch über die Umsätze der Ende 2019 integrierten Betriebe: Cantina di Lavis und Valle di Cembra, Cesarini Sforza SpA, Casa Girelli SpA und die Handelsgesellschaft G.L.V. Srl, an der Cavit zu 80 Prozent beteiligt ist. Die Verkäufe der Neuzugänge flossen erstmals vollständig in das Jahresergebnis ein, in der vorigen Bilanz konnten lediglich die Umsätze von 1. Januar bis zum 31. Mai 2020 berücksichtigt werden, weil das Fiskaljahr bei Cavit zum 31. Mai abgeschlossen wird.

Cavit gibt an, dass die Verkäufe aufgrund des veränderten Konsumverhaltens vor allem im LEH erheblich gestiegen seien. Das gelte sowohl für den internen Markt als auch für die Exportmärkte, die 75 Prozent der Erlöse ausmachen.

Allein auf Cavits Hauptexportmärkten USA und Kanada konnte ein Plus von 25 Prozent generiert werden. Während auch in Deutschland, Belgien, den Niederlanden, Dänemark, der Tschechischen Republik, der Schweiz, Österreich und Russland positive Ergebnisse erzielt wurden, »gab es auf einigen spezifischen Märkten wie China und Großbritannien Schwierigkeiten«, meldet Cavit.

Die Zahlen der deutschen Tochtergesellschaft Kessler Sekt GmbH & Co., an der Cavit zu 50,1 Prozent beteiligt ist, sind trotz der Einschränkungen im Horeca-Kanal stabil geblieben. Kessler erreichte wie im Vorjahr einen Umsatz von rund 9,5 Mill. Euro.

»Die in den letzten Jahren umgesetzte Strategie der starken Diversifizierung von Produkten, Kanälen und Exportländern sowie die mit einem präzisen strategischen Ziel getätigten Akquisitionen haben die Gruppe Cavit zu einer organisierten und diversifizierten Struktur gemacht, die in der Lage ist, Marktchancen zu nutzen und die erreichten Positionen zu verteidigen«, kommentierte Generaldirektor Enrico Zanoni die Bilanz.

Auf der Mitgliederversammlung wurde das besondere Engagement des Agronomen-Teams hervorgehoben, das die über 5.250 angeschlossenen Winzer in den kritischsten Phasen der Pandemie verstärkt unterstützt hat. Mit dem PICA-Programm steht den Agronomen die modernste technologische Plattform Italiens für die Umsetzung eines präzisen und umweltverträglichen Weinbaus zur Verfügung. vc

Ausgabe 23/2021

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