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Schwere Hagelschäden in Frankreich

Erst Frühjahrsfröste und frühzeitige Trockenheit – nun haben nach einer ungewöhnlichen Hitzeperiode heftige Gewitter mit Hagelunwettern und Sturmböen vor und während Pfingsten diverse Weinberge in Frankreich zerstört. 
Am Morgen des 2. Juni trafen heftige Regenfälle mit großen Hagelkörnern einen Korridor, der vom Osten der Gironde bei Sainte-Foy-la-Grande bis in den Westen von Bergerac bei Monbazillac und Saussignac reichte. Einige Parzellen wurden völlig zerstört, doch noch ist es zu früh den Schaden genau zu beziffern. Schlimmer traf es das Bas Armagnac im Grenzgebiet der Landes und des Gers am 4. Juni, wo 4.000 –5.000 Hektar Reben stark betroffen wurden. 

Am gleichen Tag wurde auch die Touraine von Hagelstürmen heimgesucht. Auf unterschiedliche Weise sind die Appellationen Chinon, Bourgueil und Vouvray betroffen, das Gebiet des Muscadet blieb verschont. Am Pfingstsonntag wurde Savoyen vom Hagel heimgesucht, wo bis zu 40 Prozent der Weinberge von Montmélian, Saint-Pierre-d’Albigny und Arbin verwüstet wurden. Die Unwetter betrafen insgesamt 65 Departements in Frankreich und richteten auch in anderen Weingebieten örtlich begrenzte Schäden an wie in den Aspres im Roussillon. Zum Teil aufgrund von effektivem Einsatz von Silberjodstaub blieben die Bourgogne und das Beaujolais verschont. ADÉ
 

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Ausgabe 13/2022

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