Die Region Rioja will den Absatz bis 2025 auf 312,5 Mill. Flaschen steigern (Grafik: KPMG)
Die Region Rioja will den Absatz bis 2025 auf 312,5 Mill. Flaschen steigern (Grafik: KPMG)

Riojas ambitionierter 5-Jahres-Plan

Nachhaltigkeit, Digitalisierung, mehr Weintourismus, Exportsteigerung – das sind die Eckdaten des vom Consejo Regulador bereits Ende März vorgestellten 5-Jahres-Plan für die spanische Weinregion. Das hehre Absatzziel: Die Menge von fast 230 Mill. Liter im Jahr 2020 soll auf rund 312 Mill. Liter im Jahr 2025 steigen. Der Exportanteil soll von 95,5 auf 137 Mill. Liter und damit um 2 Prozentpunkte auf 44 Prozent erhöht werden, plant der Kontrollrat. Weißer Rioja soll auf insgesamt 12 Prozent und Rosado auf 5 Prozent des Volumens anwachsen.

Entwickelt wurde der Plan in Zusammenarbeit mit allen wichtigen regionalen Interessen- und Branchenvertretern und in Absprache mit Experten aus den 12 wichtigsten Exportmärkten. Unterstützt wurde der Consejo bei seiner Strategie-Planung zusätzlich von der Unternehmensberatung KPMG.

Die DOCa will sich damit »als eine der anerkanntesten Weinregionen der Welt für ihre Qualität, Einzigartigkeit und Nachhaltigkeit positionieren, der es gelingt, die Verbraucher zu verführen«.
Um diese Ziele zu erreichen will man insbesondere in Marketingmaßnahmen in Ländern mit hohem Wachstumspotenzial investieren, unter anderem China und die USA, sowie die Position in Märkten, in denen Rioja bereits etabliert ist, ausbauen. Hierzu zählen etwa Großbritannien, Riojas wichtigster Auslandsmarkt, und Deutschland. 

Auch im Bereich Nachhaltigkeit will Rioja sich stärker engagieren. Dazu gehört etwa eine Reduzierung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln um 50 Prozent sowie die Reduzierung des CO2-Fußabdrucks um 10 Prozent. Und schließlich soll der Biowein-Anteil auf 5 Prozent erhöht werden.

Gleichzeitig soll die Rioja als »Benchmark-Reiseziel« etabliert werden und »internationale Maßstäbe« setzen für hochwertigen Weintourismus. Rund 1,3 Mill. Besucher will die Region so im Jahr 2025 anlocken. Zum Vergleich: Im Krisenjahr 2020 waren es 343.000 Besucher, 2019 noch 858.000. 250 Weingüter, ein Drittel in der Region, sollen dann »Besuchererlebnisse« anbieten.

Der Online-Umsatz soll bis 2025 vervierfacht werden. Hierzu will sich die Region stärker digital aufstellen, etwa mit Online-Schulungsprogrammen und mit Kooperationen mit virtuellen Handelsplattformen, um diesen Kanal auszubauen.

»Der neue Strategieplan verdeutlicht den Pioniercharakter der Rioja und zielt darauf ab, den Wert der Region zu steigern und das Bewusstsein für unsere Weine zu erhöhen, insbesondere in den wichtigsten Exportmärkten«, so Consejo-Präsident Fernando Salamero. aw

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