Das Landwirtschaftsministerium korrigiert Frankreichs Ernteprognose leicht nach oben (Foto: Stevens Fremont)
Das Landwirtschaftsministerium korrigiert Frankreichs Ernteprognose leicht nach oben (Foto: Stevens Fremont)

Minimal besser, aber immer noch schlecht

In ihrer neuen Ernteprognose vom 1. Oktober korrigiert das französische Landwirtschafts-Ministerium das Gesamtvolumen der diesjährigen Weinlese von 33,3 Mill. Hektoliter (Ernteprognose vom 1. September WW berichtete) auf 34,4 Mill. Hektoliter nach oben.

Die leicht gestiegene Ernteerwartung sei vor allen Dingen durch die Meldungen aus den Regionen Charentes, Bordeaux und der Champagne zu begründen. Hier hätten die Regenfälle im Juli und August noch einmal zum Wachstum der Beeren beigetragen. Hingegen wird die Prognose für Languedoc und Roussillon wohl nach unten zu korrigieren sein. Hier kamen die ersehnten Niederschläge nach der großen Trockenperiode zu spät und führten statt zu Wachstum eher zu Fäulnis, was die ohnehin pessimistischen Erwartungen noch einmal drücken könnte. 

Insgesamt haben die gravierenden Witterungsereignisse während der gesamten Wachstumsperiode Burgund, dem Rhônetal und Jura am stärksten zugesetzt, wie das Ministerium mitteilt. itp
 

Die Ernte-Prognosen vom 1.9.21 und 1.10.21 

Champagne  1,33 Mill. hl / 1,49 Mill. hl
Beaujolais     1,24 Mill. hl / 1,14 Mill. hl
Charentes     8,61 Mill. hl / 9,69 Mill. hl
Bordelais      3,76 Mill. hl / 3,93 Mill. hl
Languedoc/
Roussillon    8,48 Mill. hl / 8,28 Mill. hl

In den anderen Gebieten hat sich die Ernteerwartung gegenüber dem 1. September 2021 nur geringfügig verändert. 

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Ausgabe 1/2022

WEINWIRTSCHAFT Ausgabe 1/22

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