Bottegas Spiegel-Flaschendesign darf nicht kopiert werden, entschied ein Gericht.
Bottegas Spiegel-Flaschendesign darf nicht kopiert werden, entschied ein Gericht.

Einmalige Spiegel-Flasche

Der Spiegeleffekt auf der Prosecco-Flasche gehört Bottega. Das hat ein italienisches Gericht nun in einem Urteil bestätigt. Geklagt hatte Bottega gegen Mitbewerber Ca‘ di Rajo. Der Prosecco-Produzent hatte ebenfalls Flaschen mit Gold- und Rosé-Spiegeleffekt auf den Markt gebracht. Bottega sah darin eine Urheberrechtsverletzung, die Flaschen seien den ihrigen zu ähnlich. Das Berufungsgericht folgte nun diese Ansicht und bestätige damit bereits vorangegangene Urteile in dem Fall.

Ca' di Rajo wies die Vorwürfe zurück – erfolglos. Die reflektierenden Gold- und Rosafarben der Bottega-Flaschen seien »primäre Elemente«, die die Marke charakterisieren, heißt es. Daher bestehe eine Verwechslungsgefahr zwischen den Flaschen von Bottega und der Epsilon-Weinreihe von Ca' di Rajo. Auch eine andere Flaschenform oder ein anderes Etikett trügen nicht ausreichend dazu bei, diese Verwechslungsgefahr zu beseitigen.

Bottega hat seine Flaschen mit Spiegel-Effekt 2001 erstmals vorgestellt. Für verschiedene seiner Weine hat das Unternehmen Markenrechte eintragen lassen und konnte diese bereits in verschiedenen Prozessen erfolgreich durchsetzen. aw