Argea-Geschäftsführer Massimo Romani äußert ambitionierte Ziele
Argea-Geschäftsführer Massimo Romani äußert ambitionierte Ziele

Botter tauft sich um

Die Gruppe Botter-Mondodelvino hat am 19.September 2022 ihren neuen Namen und ihre mittelfristigen Unternehmensziele bekannt gegeben. Der von der Kapitalanlagegesellschaft Clessidra gegründete Verbund heißt nun Argea. Der Name setzt sich zusammen aus »Arte« und dem griechischen Wort für Erde »Gea«. Er ist nicht zu verwechseln mit der italienischen Auszahlungsagentur für die Landwirtschaft Agea, die auch das Ernteregister führt.

Während der Pressekonferenz in Mailand, die per Liveschaltung übertragen wurde, gab Geschäftsführer Massimo Romani Einblick in die Struktur des drittgrößten italienischen Weinunternehmens. Die Mehrheitsanteile hält Clessidra, Botter besitzt mit 40 Prozent den zweitgrößten Anteil, die Familie Martini von Mondodelvino hält zwei Prozent und auch das Management ist mit nicht genannter Höhe an der Gesellschaft beteiligt – relativ unüblich in der italienischen Weinwirtschaft. Argea schätzt, das Geschäftsjahr 2022 mit einer Umsatzsteigerung von 20 Mill. auf 440 Mill. Euro abzuschließen. Bis 2025 wird ein Wachstum auf 550 Mill. Euro angestrebt, das über neue Partnerkellereien und Investitionen in Höhe von 50 Mill. Euro erreicht werden soll.

Der 2021er Umsatz von 420 Mill. Euro wurde über den Verkauf von 170 Mill. Flaschen Wein und zu 95 Prozent im Ausland generiert. Deutschland ist mit 23 Prozent der stärkste Markt, gefolgt von den USA (21%), Skandinavien (13%) und GB (10%).

Der Umsatz apulischer Weine trug allein 140 Mill. Euro zum Umsatz bei, Venetien spülte vor allem mit Prosecco und Pinot Grigio 130 Mill. Euro in die Kasse. Beide Regionen sind Botters Hauptgeschäft. Mondodelvino agiert vornehmlich auf Sizilien (45 Mill. Euro), im Piemont (35 Mill. Euro) und in der Emilia-Romagna (15 Mill. Euro).

»Hohe Qualität, die für jeden Verbraucher der Welt erschwinglich ist«, charakterisiert Geschäftsführer Massimo Romani das Credo des Unternehmens. 84 Prozent der Weine werden bisher im Off-Trade abgesetzt und 14 Prozent im Horeca-Kanal, der E-Commerce kommt nur auf ein Prozent. Die Gruppe kündigte an, 2023 die erste Nachhaltigkeitsbilanz vorzulegen. VC

Ausgabe 23/2022

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Dass Dürrejahr drückt mancherorts die Erntemengen, andernorts herrscht Zufriedenheit. Und es hätte ja irgendwie alles schlimmer kommen können. Ein weltweiter Überblick.

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