Johann und Peter de Wet (Foto: De Wetshof Estate)
Johann und Peter de Wet (Foto: De Wetshof Estate)

Bewahrer eines wertvollen Ökosystems

Das Weingut De Wetshof in Robertson, das heute in dritter Generation von den Brüdern Johann und Peter de Wet geführt wird, ist international als Südafrikas herausragender Erzeuger von Chardonnay der Spitzenklasse bekannt. Die Familie De Wet ist auch ein Vorreiter in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit in der südafrikanischen Weinbranche. Das Weingut gehört zu den 50 Kap-Winzern, die Mitglied der World Wildlife Foundation (WWF) Conservation Champions sind. Das Weingut führt ein vorbildliches Nachhaltigkeitsprogramm durch, das sich für den Erhalt der einzigartigen Flora und Fauna einsetzt.

Das De Wetshof Estate liegt in der Kapflora Region (Kapensis), einem Gebiet mit einer außerordentlich großen Vielfalt von über 9.000 Gefäßpflanzenarten, von denen 69 Prozent endemisch sind. Dieses UNESCO-Weltnaturerbe beherbergt auch sieben endemische Vogelarten und eine unbekannte Anzahl endemischer Reptilien, Amphibien und Arthropoden. Ein Großteil dieser Vielfalt ist mit dem Fynbos-Biom verbunden, einem mediterranen Buschland.

„Mein Bruder Peter und ich sind mit einem tief verwurzelten Respekt und einer Liebe zu unserer einzigartigen natürlichen Umgebung aufgewachsen. Wir lassen einen beachtlichen Teil unseres Landes wild und unkultiviert, und wir machen auch den Fynbos zum Teil unseres Weinanbaus. Wir haben von unserem Großvater und unserem Vater gelernt, wie eine umweltfreundliche und nachhaltige Arbeitsweise die Gesundheit der Reben und die Qualität der Trauben verbessert“, erklärt Johann de Wet.

Der Fynbos und die Reben auf dem De Wetshof Estate gehen eine symbiotische Beziehung ein. Blühende Fynbosarten wie Vygies wachsen zwischen den Rebzeilen, nähren den Boden und entziehen der Luft Kohlendioxid. Die Vegetation zieht nützliche Insekten an, die zur Gesunderhaltung der Reben beitragen. Die robusten Fynbos-Pflanzen sind in der Lage, mit Nematoden unter der Bodenoberfläche weiter zu gedeihen und sie davon abzuhalten, die Wurzeln der Reben anzugreifen.

Im Oktober 2021 erhielt das De Wetshof Estate als erster Empfänger den prestigereichen WWF Conservation Pioneer Award. Das Ethos der Familie De Wet, die seit mehr als 70 Jahren am Kap Landwirtschaft betreibt, hat dafür gesorgt, dass der Erhalt dieses Naturparadieses mit ebenso viel Sorgfalt behandelt wird wie die international anerkannten Weine von De Wetshof.

Weitere Infos unter: www.dewetshof.com

Ausgabe 01/2022

Nederburg Wine Estate im Portrait // Weine ohne Schwefel // Die besten Lagerungsmöglichkeiten
MEININGERS WEINWELT Ausgabe 1/22

Themen der Ausgabe

Das hat Pfeffer

Pfeffrig-würzig fällt dieses Mal unser Gericht für die kühle Jahreszeit aus: Zu Pfeffersteaks mit Paprikastreifen kombiniert Stéphane Gass, langjähriger Chef-Sommelier im Hotel Traube Tonbach in Baiersbronn, eine kraftvoll-harmonische Gigondas-Cuvée aus den Sorten Grenache und Syrah. Ein geschmacklicher Volltreffer. Das Rezept finden Sie »hier.

Schwefelfrei – geht das?

Kaum ein anderer Stoff ist in der Weinbereitung so allgegenwärtig wie Schwefel. Durch seine antioxidative und antiseptische Wirkung scheint SO2 für viele Winzer in Weinberg und Keller unverzichtbar. Dennoch nimmt die Zahl der Weine ohne zugesetzte Sulfite ständig zu. Was verbirgt sich hinter dem Trend und wo liegen die Vorzüge und Nachteile schwefelfreier Gewächse? Eine Auswahl an Weinen, die ohne zugefügte Sulfite oder mit insgesamt weniger als 30 mg/L auskommen, haben wir »hier für Sie zusammengestellt. 

Gut gelagert

Dunkel, gleichmäßig gekühlt, nicht zu trocken sowie frei von Erschütterungen und Gerüchen – so die wichtigsten Eckpfeiler der professionellen Weinlagerung. Mit welchen Systemen die Hersteller die perfekte Reifung Ihrer Gewächse garantieren wollen und welche Weinregale durch eine herausragende Optik punkten, können Sie im Artikel unserer neuen WEINWELT-Volontärin Sophia Langhäuser nachlesen.