Innerhalb der Familie konnte Silvio Jermann keinen geeigneten Nachfolger ausmachen (Foto: Veronika Crecelius)
Innerhalb der Familie konnte Silvio Jermann keinen geeigneten Nachfolger ausmachen (Foto: Veronika Crecelius)

Antinori will Jermann

Silvio Jermann, u. a. Schöpfer der Weißweinikone Vintage Tunina, führte den 1881 von Anton Jermann gegründeten Betrieb über 40 Jahre lang. In der Branche war bekannt, dass er seit einiger Zeit nach einem geeigneten Partner/Käufer suchte. Innerhalb der Familie war kein geeigneter Nachfolger auszumachen, Silvio Jermann führt seinen Betrieb als Einpersonengesellschaft.

»Die Zusammenarbeit mit Antinori ist ein Neubeginn – eine Entscheidung, um den Zeiten, in denen wir leben, bestens entgegenzutreten und zwar im Sinne der Familientradition«, kommentierte Silvio Jermann die Vereinbarung. 

»Wir teilen mit Silvio die gleichen Werte der Familientradition, die Leidenschaft für Herausforderungen, den Respekt für die Erde. Wir möchten Entwicklung und Kontinuität garantieren, in voller Zusammenarbeit mit Silvio und für das von ihm in 40 Jahren geschaffene Werk«, so das Echo des Marchese Piero Antinori.

Jermann besitzt zwei Kellereien, das Familienweingut in Farra d’Isonzo und den 2007 zugekauften Betrieb in Ruttars (Dolegna del Collio). Insgesamt verfügt Jermann über 170 Hektar Rebfläche, von denen 20 biologisch zertifiziert sind.

Auf Nachfrage der WEINWIRTSCHAFT wollte Antinori noch keine Angaben über die Höhe der Mehrheitsanteile machen, da bisher lediglich die Vereinbarung besteht, der Verkauf aber noch nicht über die Bühne gegangen ist. vc

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