Champagne Valentin Leflaive in Oger
Champagne Valentin Leflaive in Oger

Valentin Leflaive startet durch

Benannt nach seinem Sohn Valentin begann Olivier Leflaive 2015 seinen Traum vom eigenen Champagnerhaus zu verwirklichen, zunächst mit nur einem Champagner. Step by step wurde das Konzept mit Direktor Jean Soubeyrand entwickelt, inklusive des eigenen Betriebs in Oger an der Côte des Blancs, der in April 2020 bezogen wurde. Bei der Ernte 2020 konnten die Trauben erstmals vor Ort verarbeitet werden. Die Weine werden im Stahltank vinifiziert und anschließend in gebrauchten Pièces ausgebaut. Ausnahme ist der Pinot aus Verzenay, für den ein Fuderfass angeschafft wurde. Anfang 2021 machte die junge Champagnermanufaktur einen weiteren großen Schritt, als die ersten Mono-Crus, also Champagner, die nur aus Trauben eines Ortes hergestellt werden, auf den Markt kamen. Darunter zwei Blancs de Blancs Grands Crus aus Le Mesnil-sur-Oger und Avize sowie ein Blanc de Noirs aus Verzenay. Dazu ein weiterer Blanc de Blancs, bei dem es sich um eine Assemblage verschiedener Crus handelt. Ungewöhnlich ist die Bezeichnung der Cuvées: Vorne steht die Herkunft, es folgt das Jahr der Ernte (hinzu kommt ein kleiner Anteil von 0 bis 24 Prozent Reserveweinen) und schließlich die Dosage (50 steht für 5,0 g Zucker/Liter).
Insbesondere der geschmeidige, stoffige Verzenay|15|40 mit seiner feinen aber deutlichen Pinot-Prägung und der Le Mesnil-sur-Oger|15|50 ragen noch ein Stück über das insgesamt sehr gute Niveau heraus. sas

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Le Mesnil-sur-Oger|15|50 Grand Cru Blanc de Blancs Extra Brut (deg. 7/20)

weiße Blüten, Akazie, Mandel, Orangenblüten, dezent frisches Heu, zarte Nussnoten, alles fein und gekonnt verwoben, die kalkige Mineralität kommt trotz allem Schmelz voll zum Ausdruck, begleitet von frischem Eisenkraut, baut Spannung und Trinkzug auf

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Verzenay|15|40 Grand Cru Blanc de Noirs Extra Brut (deg. 7/20)

Orangen, Zimt, Süßholz, ein Getreidefeld im Sommer; stürmt am Gaumen kraftvoll los, fängt sich dann jedoch ein, sammelt sich und geht in die Tiefe; bleibt aber großzügig und präsent