Champagnerkurse gehen steil (Foto: freshidea, stock.adobe.com)
Champagnerkurse gehen steil (Foto: freshidea, stock.adobe.com)

Schäumende Rendite mit Champagner

Laut den Fine-Wine-Marktexperten von Liv-Ex wird Champagner zu immer höheren Preisen gehandelt – entgegen anderer Börsentrends. Die Kategorie habe nicht nur eine »Nische im Feinweinmarkt besetzt« sondern sich zur drittmeist gehandelten Fine-Wine-Region – mit mittlerweile 12,4 Prozent Marktanteil – hinter Bordeaux und Burgund gemausert, wie es im entsprechenden Bericht »Champagne: der wachsende Sekundärmarkt für Luxus« heißt.

Die Preise für einige Champagner seien seit 2018 um mehr als 140 Prozent gestiegen. Insgesamt verzeichnet die Kategorie im letzten Jahr ein Plus von 52,3 Prozent, über die letzten zwei Jahre betrachtet gar um 72,7 Prozent, womit Sie den Branchenindex Liv-ex Fine Wine 100 (36,1%) in puncto Wachstum verdoppelt. Die vergangenen und aktuellen Krisen können der Kategorie offenbar nichts anhaben. Liv-Ex zufolge performen Luxusprodukte derzeit generell gut, da eine Preiserhöhung bei ihnen keinen Nachfragerückgang zur Folge hat.

Gerade Champagner sticht jedoch auch unter den absoluten Luxusweinen hervor, mittlerweile hat der »Champagne 50«-Index von Liv-ex gar den bisherigen Primus »Burgundy 150« übertroffen. Innerhalb der Kategorie war Salon Le Mesnil mit einer durchschnittlichen Steigerung von 99,5 Prozent die am stärksten wachsende Marke, gefolgt von Taittinger Comtes de Champagne (+94,3%) und Louis Roederer Cristal (+84,6%).  Der meistgehandelte Fine-Wine – nicht nur der meistgehandelte Champagner – im aktuellen Jahr ist der Louis Roederer Cristal 2008.

Liv-ex weißt darauf hin, dass Champagner sich noch am Anfang der Entwicklung auf dem Sekundärmarkt befinde. Man sieht die Gefahr eines Lagerüberhangs kommen, da die gehandelten Weine nicht mehr getrunken würden. Die Nachhaltigkeit der steigenden Preise könne deshalb angezweifelt werden. RED

Ausgabe 23/2022

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